Bürger sollen mitgestalten

von Redaktion

Großkarolinenfeld geht zahlreiche Großprojekte an

Großkarolinenfeld – Bereits zum zweiten Mal findet die Bürgerversammlung für Großkarolinenfeld in digitaler Form statt. „Aus Gründen des Infektionsschutzgesetzes wird auf eine Präsenzveranstaltung verzichtet“, heißt es von der Gemeindeverwaltung. Um die Großkarolinenfelder dennoch über die aktuellen Geschehnisse zu informieren, ist ab sofort eine Präsentation auf der Internetseite der Kommune einzusehen.

Präsentation auf
der Homepage

Mitmachen ist erwünscht: Über einen Link, per Mail oder Brief können die Bürger Fragen stellen, die dann – wenn erwünscht – öffentlich beantwortet werden.

Große Summen waren es, mit denen in Großkarolinenfeld in den vergangenen Jahren gewirtschaftet wurde. „Großkarolinenfeld hatte seit 2017 im Verhältnis zur Einwohnerzahl sehr hohe Vermögenshaushalte, da große Baumaßnahmen durchgeführt wurden“, berichtet Bürgermeister Bernd Fessler (parteilos). Dazu gehören etwa der Rathausneubau, die Erschließungsstraßen in Großkaro-Süd oder der Ausbau von Großkaro-Ost. Außerdem sei intensiv in Grunderwerb sowie die digitale Infrastruktur der Schule investiert worden.

Bei einem Kassenendstand am 1. Januar 2022 von rund 2,7 Millionen Euro und einem Gewerbesteueraufkommen von rund zwei Millionen Euro 2021 stehe die Gemeinde aber solide da. „Wir hatten faktisch keinen Einbruch bei den Gewerbesteuern durch Corona“, so der Bürgermeister.

Mit dem Solarpark Vogl entsteht auf Gemeindegebiet die wahrscheinlich größte Solaranlage im Landkreis. Der Solarpark wird im Bereich zwischen Gärtnerei Woelk am Kolberg und der Gemeindeverbindungsstraße von Vogl nach Schlimmerstätt auf einer Grundstücksfläche von fast 99000 Quadratmetern errichtet.

Dabei werden Solarmodule mit einer Fläche von knapp 63000 Quadratmetern aufgestellt. Mit der Anlage sollen im Jahr gut 8,3 Millionen Kilowattstunden erzeugt werden. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch können damit theoretisch 2388 Haushalte versorgt werden. Die Anlage wird von der Firma MaxSolar gebaut, Geschäftsführer der Verwaltungs-GmbH ist ein Großkarolinenfelder.

Ein großes Thema in Großkarolinenfeld ist auch die Neugestaltung des Ortszentrums. Unter dem Titel „Grüne Mitte“ soll der Bereich zwischen der evangelischen Karolinenkirche und der katholischen Kirche Heilig Blut aufgewertet werden. Ein Planungsbüro hat dazu zunächst die Ziele herausgearbeitet (wir berichteten mehrfach). An der Gestaltung der „Grünen Mitte“ werden auch die Bürger beteiligt.

Weitere Vorhaben in der nächsten Zeit: Der nach der Brandkatastrophe zerstörte Netto-Markt soll an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden. Ein provisorisches Verkaufszelt ist bis März 2023 genehmigt – bis dann rechnet man mit der Eröffnung des neuen Marktes.

Der Bahnhof soll aufgewertet werden. Auf der südlichen Seite soll ein neuer Radlunterstand geschaffen werden. Auf dieser Bahngleis-Seite ist im Zuge der Neugestaltung der „Grünen Mitte“ ein Fuß- und Radweg mit Anbindung ans Ortszentrum geplant. Außerdem wurde bei der Bahn eine barrierefreie Unterquerung an den Bahnsteigen beantragt.

In Großkaro-Ost wird eine rund 24500 Quadratmeter große Fläche erschlossen. Wegen schlechter Bodenverhältnisse kam es hier zu einer Bauzeitverlängerung bis ins vergangene Jahr sowie zu einer Kostensteigerung auf 1,45 Millionen Euro. Auf einem Grund, den die Gemeinde erworben hat, soll günstiger Wohnraum entstehen.

Ortsmitte Tattenhausen wird entwickelt

In Tattenhausen wird derzeit untersucht, wie man wild abfließendes Niederschlagswasser bei Starkregen besser in den Griff bekommen kann. Im vergangenen Jahr war es zweimal zu Überschwemmungen gekommen. Nun wird geprüft, an welchen Stellen Rückhaltemaßnahmen installiert werden sollen. In naher Zukunft soll es außerdem Untersuchungen geben, wie die Ortsmitte von Tattenhausen entwickelt werden kann.

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