Mehr Geld für Mensabetrieb an der Otfried-Preußler-Schule

von Redaktion

Hauptausschuss Stephanskirchen bewilligt mehrere Haushaltspläne für Kindergarten und Schulen

Stephanskirchen – Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben für mehrere Einrichtungen und Projekte in der Gemeinde, darunter Jugendsozialarbeit an den Schulen, der Kindergarten Regenbogen und die Mensa an der Otfried-Preußler-Schule, einstimmig Haushaltspläne verabschiedet.

Gemeinde arbeitet mit Diakonie zusammen

In Haushaltsplänen wird festgelegt, wie viel Geld die Gemeinde beisteuern muss, damit die Einrichtungen defizitfrei bewirtschaftet werden können. Im Falle des Kindergartens Regenbogen beläuft sich diese Summe auf 67894 Euro.

Die höheren ungedeckten Kosten hängen laut Verwaltung unter anderem damit zusammen, dass aufgrund der Pandemie die Buchungszeiten der Eltern für ihre Kinder schwanken, die Personalkosten aber gleich bleiben. Mitarbeiter zu entlassen sei aber auch nicht möglich, da die Betreuung gesichert werden müsse und aktuell sowieso Personalmangel auf dem Markt herrsche.

Auch für die Jugendsozialarbeit an der Otfried-Preußler-Grund- und Mittelschule (OPS) Stephanskirchen und an der Grundschule Schloßberg muss die Gemeinde ungedeckte Kosten übernehmen. An der OPS gibt es laut Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie Bürger) seit 20 Jahren Jugendsozialarbeit, an der Grundschule seit rund zwei Jahren. Die Gemeinde arbeitet dabei mit der Diakonie zusammen.

Für die Leistungen an der OPS fehlen 44488 Euro an gedeckten Kosten. An der Grundschule sind es 24003 Euro. Wie viel davon die Gemeinde am Ende genau zahlen muss, kann laut Verwaltung erst durch den Jahresabschluss ermittelt werden.

Die Haushaltspläne für die Mittagsbetreuungen an den Schulen in Schloßberg und Stephanskirchen schließen ebenfalls mit ungedeckten Kosten ab. In Schloßberg beläuft sich die Summe auf 36912 Euro.

Im vergangenen Jahr waren 30394 Euro angesetzt. In Stephanskirchen sind es 23000 Euro mehr als in Schloßberg (59031 Euro). Damit liegt der Posten um rund 2000 Euro über dem Vorjahresniveau. Wie hoch der Aufwand für die Gemeinde wird, zeigt ebenfalls der Jahresabschluss.

Für den Betrieb der Mensa an der OPS, deren Träger die Diakonie ist, ergibt sich ein Defizit von 30555 Euro. Doch im vergangenen Juli hatte der Gemeinderat beschlossen, dass die Gemeinde ungedeckte Kosten nur bis zu 25000 Euro übernehmen würde.

„Die Diakonie bemüht sich, die kommunalen Kosten zu reduzieren“, sagte Mair in der Hauptausschusssitzung. Doch die Pandemie und und die „unplanbaren“ Auswirkungen auf den Schulbetrieb machten es den Verantwortlichen schwer, die Versorgung zu planen. Deshalb erklärte sich der Hauptausschuss bereit, 2022 den höheren Kosten zuzustimmen.

In der Vergangenheit wurden immer wieder Stimmen laut, die regionaleres und ökologisches Essen in der Mensa forderten. Aktuell gebe es hinsichtlich der Qualität der Verpflegung aber keine Beschwerden, sagte Mair.

Von Öko-Modellregion beraten lassen

Kämmerer Philipp Brück habe jedoch mit der Öko-Modellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein Kontakt aufgenommen, um Informationen zu Alternativangeboten einzuholen.

In dem Projekt vernetzen sich Direktvermarkter und landwirtschaftliche Produzenten aus acht Gemeinden in der Region Rosenheim. Christine Wallisch (Parteifreie Bürger) regte dazu an, sich auf alle Fälle von den Verantwortlichen der Öko-Modellregion beraten zu lassen.

Die Mitglieder des Hauptausschusses haben alle Haushaltspläne einstimmig angenommen.

Alexandra Schöne

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