Neubau oder Auflösung?

von Redaktion

Es gibt mehrere Alternativen für die Mittelschule Eiselfing

Eiselfing/Amerang/Schonstett – Status quo bei der Grund- und Mittelschule in Eiselfing: Noch immer ist es nicht sicher, wie es weitergeht. In der Sitzung des Mittelschulverbandes Eiselfing wurde besprochen, welche Alternativen die Gemeinden haben. Seit Amerang gegen die Teilsanierung gestimmt hat (wir berichteten), gibt es eigentlich nur zwei Lösungen: Ersatzneubau oder Auflösung des Standortes.

Sind die
Kosten tragbar?

Ein Ersatzbau würde laut einer Machbarkeitsstudie rund 20 Millionen Euro verschlingen – ohne Abzug eines staatlichen Zuschusses, der noch ermittelt werden müsste. Stellt sich die Frage, ob diese Kosten für alle drei betroffenen Gemeinden – Eiselfing, Amerang und Schonstett – tragbar wären. Auch ein neuer Standort müsste gewählt werden und dann bliebe noch das Grundstück, auf dem die Grund- und Mittelschule steht, das möglicherweise zur Refinanzierung genutzt werden könnte.

Wenn der Standort aufgelöst würde, müssten die Gemeinden einem anderen Schulsprengel zugeordnet werden. Die Regierung Oberbayern weist in einem Schreiben an den Mittelschulverband darauf hin, dass Sprengeländerungen nur durch Rechtsverordnung der Regierung vorgenommen werden. Das heißt, selbst wenn eine „Austrittserklärung“ seitens einer der Gemeinden vorliege – mit dem Ziel des Wechsels der Schüler an eine andere Bildungseinrichtung – bewirke dies noch lange kein Ausscheiden aus dem Schulverband. Das bedeutet auch, wenn die Regierung Oberbayern der Sprengeländerung beziehungsweise der Auflösung nicht zustimmt, bleibt Eiselfing, Amerang und Schonstett nur ein Neubau oder eine Teilsanierung. All diese Fragen stehen im Raum und beschäftigen nicht nur den Mittelschulverband, sondern alle Beteiligten, vor allem die Eltern und natürlich die Schülerinnen und Schüler. Der erste Vorsitzende des Mittelschulverbandes und Bürgermeister Georg Reinthaler (Bündnis 90/Die Grünen) meinte in der Sitzung, dass sich die Gemeindeoberhäupter in den kommenden Wochen zusammensetzen würden, um über die verschiedenen Möglichkeiten zu sprechen.

Dachstuhl entscheidend

Weiter wurde in der Sitzung bekannt gegeben, dass die Statik des Dachstuhls überprüft werden müsse. Kleinere Reparaturen würden umgehend ausgeführt, um den Schulbetrieb zu gewährleisten. Bis auf einige Ziegel gebe es aber wohl keine gravierenden Schäden, so Reinthaler. Der Zustand des Dachstuhls sei ausschlaggebend dafür, wie lang die Schule noch problemlos geöffnet bleiben könne, sagte Schonstetts Bürgermeister Paul Dirnecker. Er machte deutlich, dass die „unsichere Situation“, wie es mit der Schule weitergehe, Eltern und Schülern zusetzt. „Je länger wir brauchen, um eine Entscheidung zu treffen, desto schlimmer für alle Beteiligten.“

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