Oberaudorf – „Unsere Katze ist an einer Vergiftung gestorben“, sagt Stefanie H. über ihre kleine schwarze „Panthi“. Ob das junge Tier einen Giftköder gefressen hat, hat Stefanie H. nicht gesehen. Da aber seit Wochen gemunkelt und in sozialen Netzwerken gewarnt wird, dass in Teilen Oberaudorfs Giftköder ausgelegt worden seien – unter anderem auch in ihrer Umgebung – liege der Verdacht nahe. Nachweisen könne man das nur mit einem pathologischen Befund, so Clara von Vopelius-Feldt von der Kleintierpraxis Vopelius in Oberaudorf.
Vermutlich in erster
Februarwoche
„Es besteht der Verdacht, dass in der ersten Februarwoche im Gemeindegebiet Oberaudorf mehrere Giftköder ausgelegt wurden“, heißt es auch in einer aktuellen Pressemitteilung der Polizeiinspektion Kiefersfelden. So sollen angeblich Giftköder im Wohngebiet in der Erlenau und in der Ernst-Sachs-Straße ausgelegt worden sein.
Einen davon könnte „Panthi“, die aussah wie ein winziger schwarzer Panther, erwischt haben. Der kleine Vierbeiner war tagelang in Behandlung, aber es half nichts. Die Katze ist tot. Und ihre Besitzerin ging zur Polizei. „Wir wollen verhindern, dass andere Tiere oder womöglich gar kleine Kinder, die ja gerne alles in den Mund stecken, zu Schaden kommen“, erklärt Stefanie H. Man könne doch nicht einfach hinnehmen, dass jemand Giftköder auslege. „Das ist bösartig und in höchstem Maße hinterlistig. Das können wir als Gemeinschaft nicht dulden. Dem muss man einen Riegel vorschieben.“
Da ist sie sich mit Thomas Wicha von der Polizeiinspektion Kiefersfelden einig. Auch er unternähme gerne etwas, hat nur das Problem, dass er aktuell keine Ansatzpunkte hat. Die Giftköder seien wohl eingesammelt worden, sagt Wicha. Das sei ja auch gut, denn dann könne Tieren oder kleinen Kindern nichts passieren.
„Aber leider habe sich niemand mit den Giftködern bei uns gemeldet“, bedauert Wicha. Damit fehlen der Polizei auch Ansatzpunkte zur Ermittlung. Und weitere Zeugen auch. „Ich habe auch bei der Gemeinde nachgefragt, aber auch dort gibt es keine neuen Erkenntnisse.“
Eventuelle
Beobachtungen melden
Wichas Bitte: Wer Giftköder findet, sollte sich zügig mit der Polizei unter der Telefonnummer 08033/974-0 – oder der Gemeindeverwaltung – in Verbindung setzen. Das erleichtere die Suche nach Zeugen und nach weiteren Ködern. Es könnten auch schneller Warnungen – oder auch entsprechende Informationen an die Tierärzte – herausgegeben werden.
Katzen oder Hunde verenden elendlich an den meisten Giftködern. Und das dauert oft Tage. „Unsere Katze hat fürchterlich gelitten“, bestätigt Stefanie H. Gift auszulegen sei Tierquälerei in höchstem Maße. „Das darf man nicht akzeptieren.“ Wie Gift auf kleine Kinder wirkt, will sich wohl niemand ausmalen.