Grobkonzept vorgestellt

von Redaktion

Gemeinderat Halfing befürwortet Umrüstung auf LED

Halfing – Einstimmig sprach sich der Gemeinderat Halfing in seiner jüngsten Sitzung für eine Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Halfing auf LED durch die Bayernwerk Netz GmbH aus. Noch heuer sollen 76 Peitschenlampen (Langfeldleuchten) und 14 sogenannte HES-Kofferlampen auf LED umgerüstet werden, die 108 anderen HSE/HST-Lampen (Natriumdampflampen) folgen im kommenden Jahr.

Bürgermeisterin Regina Braun (CSU) hatte zuvor das Gremium über ein Grobkonzept für die Umrüstung der insgesamt 198 Brennstellen informiert, das die Bayernwerk Netz GmbH im Vorfeld der Sitzung der Verwaltung vorgestellt hatte.

Strom wird
eingespart

Demnach machen die Umrüstkosten für die 122 HSE/HST-Lampen rund 43000 Euro brutto aus, mit einer jährlichen Stromeinsparung von 5788 Euro bei 28940 kWh/Jahr würden sich die Lampen nach 6,3 Jahren amortisieren.

Die Kosten für die 76 Peitschenlampen belaufen sich auf gut 23500 Euro und ausgehend von einer jährlichen Stromeinsparung von 2425 Euro bei 12124 kWh/Jahr amortisieren sich die Kosten nach 8,1 Jahren. Laut Bayernwerk wird die Umstellung der Peitschenlampen bis Ende 2022 mit 25 Prozent bezuschusst. Für Halfing bedeutete das bei 76 Peitschenlampen eine Einsparung von knapp 6000 Euro. Die anderen Lampen könnte man dann in 2023 umrüsten. Auf Nachfragen von Stefan Schlaipfer (CSU) und Josef Murner (HWV) erklärte die Bürgermeisterin, dass „das Umrüsten gut für die Umwelt und gut für die Gemeindekasse“ sei. Was Ersatzlampen für die jetzigen Straßenlaternen kosteten, könne sie noch nicht beantworten.

Die Zahl an Lampen bleibe gleich, und die LED-Beleuchtung sei dimmbar. Ein Punkt, an dem Murner noch einmal nachhakte. Er wollte wissen, wer bei Unfällen hafte, wenn die Straßenlaternen nachts gedimmt oder ganz abgeschaltet werden. Geschäftsleiter Marco Binder antwortete, dass laut Versicherung ein Abschalten zwischen ein und fünf Uhr früh bedenklich sei, eine solche Abschaltung sei zu kennzeichnen.

Generell bestehe eine Pflicht zur Beleuchtung der Straßen zur Gefahrenabwehr. Sepp Stettner (FW) befürwortete dennoch eine Umrüstung: „Damit setzen wir ein Zeichen für weniger Energieverbrauch und gegen Lichtverschmutzung.“ Christoph Friedrich (CSU) sah das ähnlich, genau wie Johannes Guggenberger (CSU), der vor allem auf die Förderung schielte.

Er erkundigte sich, ob die Einsparkosten schon den Effekt der Dimmung enthielten und warum nur ein Umrüsten von Peitschenlampen gefördert werde. „LED-Module und gestalterische Leuchten sind leider nicht förderfähig“, so Bürgermeisterin Braun. Einsparkosten für das Dimmen seien beim Grobkonzept noch nicht miteingerechnet.

Ihr Beschlussvorschlag, schon heuer 76 Peitschenlampen (Langfeldleuchten) und 14 HSE-Kofferlampen auf LED umzubauen und die erforderlichen Haushaltsmittel (Ausgaben rund 30000 Euro, Einnahmen rund 5000 Euro) in den Haushaltsplan 2022 einzustellen, stieß auf breite Zustimmung.

Mehrere
Optionen

Die anderen 108 HSE/HST-Lampen (Natriumdampflampen) sollen erst in 2023 auf LED umgerüstet werden. Falls sich bis dahin eine Fördermöglichkeit ergibt, soll diese ausgeschöpft werden. Weiter dürfen die LED-Lampen kein UV-Licht erzeugen.

Es muss im endgültigen Angebot der Firma Bayernwerk Netz GmbH berücksichtigt werden, ob eine Leistungsreduzierung um 50 Prozent in der Zeit von 22 bis 5 Uhr möglich ist beziehungsweise ob unter dem Gesichtspunkt die „Lichtverschmutzung zu reduzieren“ eine Abschaltung der Straßenbeleuchtung in der Zeit zwischen ein und fünf Uhr möglich ist.

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