Geplanter Bauhof sorgt für Debatten

von Redaktion

Halfing treibt Projekt der Verwaltungsgemeinschaft voran – Höslwang macht nicht mit

Halfing – Debattenfreudig zeigten sich die zehn Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Halfing bezüglich einer Zusammenlegung zu einem gemeinsamen VG-Bauhof.

Die beiden Gemeinden Halfing und Schonstett hatten 2019 jeweils einstimmig beschlossen, den Bauhof zusammenzulegen, während Höslwang dies im gleichen Jahr abgelehnt hatte. „Ein späteres Dazugehen wird schwierig“, erklärte VG-Vorsitzende und Halfinger Bürgermeisterin Regina Braun (CSU) in der jüngsten Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft.

Grundstück ist
bereits gesichert

Die Planungen für den Bauhof werden nun konkret. Halfing hat sich inzwischen ein 6000 Quadratmeter großes Grundstück oberhalb des Wertstoffhofes im Außenbereich gesichert.

Die Grundstücksvermessung ist schon eingeleitet und ein Architekturbüro soll sich nun um die Bauleitplanung und eine Kostenschätzung kümmern. „Wir könnten ja im Rahmen einer kommunalen Zusammenarbeit zusammenarbeiten“, schlug Höslwangs Bürgermeister Hans Murner (CSU/Parteifreie) vor. Josef Kink aus Höslwang fügte hinzu, dass man ohne Zahlen nichts abwägen könne. Peter Aicher (HWV) verwies auf die anstehende Klausurtagung des Halfinger Gemeinderates: „Erst wenn man weiß, wie viele Gemeinden dabei sind, könne man Parameter festlegen und eine erste Kostenschätzung abgeben.“ Er befand: „Ein Zusammenlegen des Bauhofs muss unterm Strich immer besser sein.“

Bürgermeisterin Braun erklärte, dass die Kosten genau dokumentiert würden. Konrad Aicher (HWV) ergänzte, dass die Leistungen und Kosten des Bauhofs immer anteilig abgerechnet werden.

Schonstetts Bürgermeister Paul Dirnecker (FW) wollte wissen, wie es nun weitergehe. Bürgermeisterin Braun wiederholte, dass ein Planungsbüro für die Bauleitplanung, die Infrastruktur und die Kostenschätzung beauftragt werden soll.

Geschäftsleiter Binder erklärte, dass alles erst einmal über Halfing laufe und dass eventuell zu einem späteren Zeitpunkt eine anteilige Vorauszahlung für Schonstett nötig sei. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Gemeinde Schonstett „in der Planungsphase dabei.“ Wie später abgerechnet werde, sei „noch Zukunftsmusik.“ Murner wandte ein, dass man durch einen gemeinsamen Bauhof den Fuhrpark und die Gerätschaften besser nutzen könne. Bei Kanalarbeiten brauche es beispielsweise zwei Mann. „Da wäre es doch schön, wenn man da auch darauf zugreifen könnte“ und dies über die erbrachte Leistung abgerechnet werden würde.

Geschäftsleiter und Kämmerer Marco Binder lehnte allerdings ein doppeltes Tarifsystem ab: „Wir werden keine zwei Tarife für Mitglieder und für Auswärtige machen.“ Das sei zu komplex und kompliziert und zudem müsse die Rechtmäßigkeit geprüft werden. „Bei uns wird keiner über den Tisch gezogen.“

Info-Besuch in Stauden geplant

Binder erinnerte an einen Ortstermin der vormaligen Bürgermeister der drei Gemeinden bei der Verwaltungsgemeinschaft Stauden nahe Augsburg vor gut fünf Jahren, die dort den gemeinsamen Bauhof der fünf VG-Mitglieder in Augenschein genommen hatten.

Bürgermeisterin Braun erwähnte, dass dort anfangs wohl nicht alle Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft vom Konzept eines gemeinsamen Bauhofs überzeugt gewesen waren, was sich aber mit der Zeit geändert habe. Da sei es nur „vernünftig“, wenn man einen erneuten Besuch für die jetzigen Amtsinhaber, Gemeinderatsmitglieder und sonstige Interessierte nach Stauden organisiere.

Nichtsdestotrotz werden – solange Höslwang nicht dabei ist – die beiden Gemeinden Halfing und Schonstett unter der Federführung Halfings weiter vorangehen und ein Planungsbüro mit der weiteren Planung beauftragen.

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