Hilfspakete für Kriegsflüchtlinge

von Redaktion

Transport aus Stephanskirchen auf dem Weg

Stephanskirchen – Eine gute Woche dauert der Angriff Russlands auf die Ukraine nun an und über eine halbe Million Menschen sind bereits aus dem Kriegsgebiet geflohen. Die Hilfsbereitschaft in Deutschland ist groß, auch in Stephanskirchen. Dort organisiert die Familie Heilmaier eine Sammlung mit Hilfsgütern für das kriegserschütterte Land.

Pausenlose
Anlieferung

Sie planen, Hilfspakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln sowie gespendete Kleider in die Flüchtlingslager an der ukrainischen Grenze zu bringen. Bereits jetzt sind mehr als 2000 Pakete eingetroffen, weitere 500 werden noch erwartet. Zusätzlich spendete die Feuerwehr Vagen 360 Decken.

Die Familie zeigt sich derweilen überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft der Menschen in Stadt und Landkreis Rosenheim. „Pausenlos fahren Autos mit neuen Paketen auf den Hof!“, sagt Nicole Heilmaier.

Allerdings stößt die Familie damit an ihre Grenzen, was den Transport betrifft. Ursprünglich war nur ein Transporter für die Reise geplant, mittlerweile ist von mehreren Transportern und einem Lkw die Rede.

Deshalb bittet die Familie inzwischen ausdrücklich, keine neuen Pakete mehr an sie zu schicken. Außerdem ist man aktuell auf der Suche nach Freiwilligen, möglichst mit geeignetem Fahrzeug, die bereit wären, die Heilmaiers beim Transport zu unterstützen.

Ein erster Transporter ist bereits auf dem Weg, die übrigen sollen diesen Sonntag beladen und losgeschickt werden. Ziel sind Flüchtlingslager an der slowakisch-ukrainischen beziehungsweise der rumänisch-ukrainischen Grenze, da diese aktuell von nur wenigen Hilfsorganisation versorgt werden. „Wir wollen den Menschen helfen, denen sonst keiner hilft“, erklärt Nicole Heilmaier. Denn bisher konzentriert sich ein Großteil der Hilfe auf Flüchtende in Polen. In den Lagern werden die Pakete direkt an die Hilfsbedürftigen verteilt. So soll sichergestellt werden, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. Auch in das Kriegsgebiet selbst sollen die Spenden gebracht werden. Ein Lkw aus der Ukraine soll die Hilfsgüter dorthin bringen.

Auf die Frage, was sie antreibt, eine Aktion wie diese zu starten, entgegnet Heilmaier, dass man nicht einfach tatenlos zusehen könne, wenn Menschen aus ihrer Heimat flüchten müssten. Außerdem will sie ihren Kindern ein Vorbild sein und zeigen, dass man „auch im Kleinen viel erreichen kann“. Allerdings räumt sie ein: Die Belastung sei enorm, weshalb es auch bei dieser einmaligen Aktion bleiben soll. Auch in der Hoffnung, dass andere ihrem Beispiel folgen und selbst Hilfsaktionen in die Wege leiten.

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