Rohrdorf/Bad Endorf – Der Angriff der russischen Truppen trifft alle Menschen und insbesondere die Schwächsten in der Ukraine hart. Reporter Sascha Ludwig ist (wie berichtet) mit einem Transporter des Helferkreises der Diözese Ternopil unterwegs. Jetzt geht es daran, die Hilfsgüter zu verladen.
„Kurz nachdem die ukrainische Grenzpolizei unsere Pässe und die Dokumente unseres Fahrzeugs zur Kontrolle eingesammelt hat, sehen wir rund zwanzig Meter von uns entfernt einen Mann. Er trägt einen langen schwarzen Talar, einen dicken Wollschal um den Hals und eine handgestrickte Mütze.
Er winkt und deutet. Ich winke zurück. Es ist unser Kontaktmann, Roman.
Unser Lkw hat sich mittlerweile bis an die Grenze bewegt; die Kontrolle geht erneut Dank ein paar beherzten Worten des ukrainischen Priesters flott. Zusammen mit dem Lastwagen setzt sich unser Minibus weiter in Bewegung. Er führt uns auf direktem Weg zu einem weiteren 40-Tonner, jetzt heißt es: umladen.
„Wenn der Truck voll ist, fährt Oleg gleich weiter nach Ternopil. Dort wird alles gesammelt und dann je nach Bedarf weiter transportiert. Aktuell geht viel direkt nach Kiew; es gibt ein paar Wege auf denen Transporte noch Chancen haben durchzukommen“, erklärt Roman.
Mein Blick wandert zum ersten Mal wieder ausführlicher über den weitläufigen Grenzposten und die nähere Umgebung. Immer wieder sehe ich kleinere Gruppen von Menschen, die zu Fuß in Richtung der polnischen Grenze laufen. Von der Aufnahme der Flüchtenden bis hin zu deren Verteilung auf die bereitstehenden Busse folgt das Prozedere einem durchdachten Plan. Roman begleitet uns noch bis zur Grenze und ruft zum Abschied: „Danke nach Bayern zu unseren Freunden!“