Raubling – Als erster Verein zwischen München und Salzburg gründet der Raublinger Turn- und Sportverein eine Abteilung für die Sportart ‚Ultimate Frisbee‘.
Denn Frisbee spielen ist nicht nur eine nette Beschäftigung am Strand, sondern wird auch bis auf Bundesliganiveau und sogar in internationalen Turnieren betrieben.
Spaß und Fair Play stehen im Vordergrund des Sports. Der „Spirit of the Game“ ist die wichtigste Regel des Wettkampfs.
Während bei dem laufintensiven Spiel sportlich ein hoher Einsatz gefordert wird, wird gleichzeitig darauf vertraut, dass kein Spieler absichtlich die Regeln verletzt, und der Siegeswille niemals auf Kosten des gegenseitigen Respekts geht. Das temporeiche Spiel geht über die ganze Länge und die halbe Breite eines Fußballfeldes. Es sind einzelne Spielelemente aus dem American Football und Basketball enthalten. Zwei siebenköpfige Mannschaften, die verpflichtend aus Männern und Frauen bestehen, treten gegeneinander an.
Im Winter sportelt man in der Halle, da kann die Besetzung etwas variieren. Ein Punkt wird erzielt, indem die Frisbee-Scheibe in der Endzone der gegnerischen Seite gefangen wird. Grundsätzlich ist Ultimate ein Spiel ohne Körperkontakt. Wird ein Spieler von einem anderen mehr als beiläufig berührt, zählt das als Foul. Abschließend zählen nicht nur die erzielten Punkte, sondern zusätzlich werden für den Gegner noch sogenannte ‚Spirit-Punkte‘ vergeben, in dem das Fair Play bewertet wird.
Erfunden wurde dieser Sport von Studenten in den USA. Nach Europa hat er sich hauptsächlich über den Hochschulsport verbreitet. Patrick Pfliegl, Abteilungsleiter der neuen Sportart, hat Ultimate Frisbee im Studium kennengelernt.
Zusammen mit vier weiteren Spielern hat er das erste Ultimate Training am Gelände Arzerwies in Raubling abgehalten. Pfliegl hat konkrete Vorstellungen: „Am Anfang sehe ich unsere Hauptzielgruppe bei Jugendlichen und Erwachsenen ab 16 Jahren. Deshalb möchten wir uns unter anderem auch an geeigneten Schulen, wie zum Beispiel dem Raublinger Gymnasium vorstellen. Aber insgesamt sind wir hier im Süden echte Vorreiter, da die nächste Mannschaft erst wieder in München zu finden ist. Deshalb hoffen wir schon, dass bei diesem großen Einzugsbereich in einer sportbegeisterten Region viele Mitspieler zu finden sind.“sön