Schonstett – Relativ ruhig verliefen die vergangenen zwei Jahre für die Jagdgenossenschaft Schonstett, so Jagdvorsitzender Hans Petzenhauser in seinem Rückblick.
Aufgrund der Pandemie fielen sämtliche Veranstaltungen, die der Hegegemeinschaften sowie auch die Jahresversammlung, aus.
Anschließend gab Zweiter Vorsitzender Korbinian Wagner die Abschusszahlen für die beiden Jahre bekannt. Der geforderte Mindestabschuss mit 40 Stück Rehwild wurde in beiden Jahren erfüllt. 2020 wurden vier Rehe bei Verkehrsunfällen getötet.
In dem Jahr wurden zusätzlich ein Wildschwein, 35 Krähen, 26 Füchse, acht Enten, jeweils sechs Reiher und Eichelhäher sowie vier Hasen geschossen.
2021 wurden noch drei Wildschweine, 32 Krähen, 28 Füchse, 24 Enten, sechs Graureiher, jeweils vier Hasen und Elstern sowie ein Marder erlegt.
Das neue Vegetationsgutachten fiel schlecht aus, so Petzenhauser. Der Verbiss ist weiter zu hoch. Bei der Naturverjüngung sowie bei der Pflanzung kommen Eiche und Tanne nicht hoch und nur Fichte sowie Erle seien heute nicht mehr sinnvoll. Jagdgenosse und Schriftführer Anton Heitmayer forderte deshalb eine Erhöhung des Abschusses auf künftig 50 Stück Rehwild pro Jahr. Trotz Kritik aus der Jägerschaft (aufgrund des erhöhten Freizeitdruckes verbleibt den Jägern immer weniger Zeit für die Jagd und somit auch für die Erfüllung des Abschussplanes) billigte die Versammlung diesen Vorschlag.
Auf Anregung von Jäger Raymund Haupts stehen 3000 Euro für die Anschaffung von Blaulichtlampen mit Warnton zur Verfügung. Diese sollen bei der Wildrettung helfen. Die Landwirte hoffen, damit die Kitze aus den Wiesen zu vergrämen. Damit soll die Gefahr, diese beim Mähen zu töten, gemindert oder ganz vermieden werden.
Ein Überfliegen aller Wiesen mit einer Drohne stößt an Kapazitätsgrenzen. Weiter sollen 1000 Euro von der Jagdpacht für eine Kiesaktion ausgegeben werden. Auch werden in der nächsten Versammlung zehn Euro pro Hektar an Anwesende der nächsten Versammlung ausgezahlt.
Anschließend stand die Neuverpachtung auf der Tagesordnung. Künftig werden Petzenhauser und Haupts als gleichberechtigte Partner die Jagd ausüben.
Die Jagdpacht bleibt unverändert. Wegen des 2021 ausgefallenen Rehessens spendeten Petzenhauser und Haupts jeweils 250 Euro an den Kindergarten und für die neue Orgel.