Halfing – Bürgermeisterin Regina Braun (CSU) ging in der jüngsten Sitzung auf vier Anträge ein, die Zuhörer der Bürgerversammlung im Herbst vergangenen Jahres gestellt hatten.
Diskussion
um PV-Anlage
So hatte ein Bürger angeregt, bei den anstehenden Sanierungsmaßnahmen der Mehrzweckhalle die Installation einer Fotovoltaikanlage in Betracht zu ziehen. Nach Rücksprache mit dem Ingenieurbüro Kas, das mit der Sanierung der Heizungsanlage der Mehrzweckhalle beauftragt ist, wäre eine PV-Anlage bei der bisherigen Heizungsart „Strom“ sinnvoll gewesen, erklärte die Rathauschefin. Nachdem die Heizung zukünftig mit regenerativen Mitteln betrieben wird, sehe das Ingenieurbüro „die Wirtschaftlichkeit aufgrund des zu geringen Verbrauchs als nicht gegeben.“ Die bestehenden Solarmodule für die Heizung hingegen sollen bestehen bleiben. Johann Landinger und Daniel Ober (beide HWV) wandten ein, dass „es gerade wegen der jetzigen Lage durchaus sinnvoll“, so Ober, wäre, das Thema noch einmal zu debattieren. Auch Sepp Stettner (FW) sah das ähnlich: Eine PV-Anlage sei „ein Leuchtturmprojekt, das man auch bei einer schwarzen Null angehen“ sollte.
Die Gemeinde könnte sich auch, so Stettner weiter, von einem Energieberater beraten lassen. Auch wenn kein formeller Beschluss nötig war, so verständigte sich das Gremium darauf, im Gemeinderat das Thema im Rahmen der Sanierung der Heizung noch einmal mit dem Ingenieurbüro zu besprechen und zusätzlich externe Beratung einzuholen.
Ein zweiter Antrag richtete sich gegen weitere Flächenversiegelung und umweltgerechte Mobilität. Bürgermeisterin Braun wies darauf hin, dass in neuen beziehungsweise zu überarbeitenden Bebauungsplänen auf die Gestaltung der zu bebauenden Grundstücke mit versickerungsfähigen Materialien hingewiesen und eine Dachflächennutzung mit Solar- und Fotovoltaikanlagen empfohlen werde. Rad- und Fußwege sowie Durchlässe für Fußgänger seien zu begrüßen, aber hingen davon ab, ob dafür Grunderwerb möglich sei beziehungsweise ob dies der Grundstückseigentümer gestatte. Davon abgesehen seien Radwege auch eine Frage der Finanzierbarkeit.
Die Bürgerinitiative Pro Halfing hatte sich in der Bürgerversammlung für eine grundlegende Verkehrsentlastung in der Ortsmitte und entlang der Staatsstraßen starkgemacht. Schon mehrfach sei das Thema Querungshilfe Thema im Gemeinderat gewesen, betonte die Bürgermeisterin.
Nach einem Termin mit der Polizeiinspektion Prien im November vergangenen Jahres und Gesprächen mit dem Landratsamt stehe nun fest: „Es wird eine Fußgängerampel zwischen Flori (Anm. d. Red. ein Schuhgeschäft) und Pfarrheim eingerichtet werden.“ Ortsumfahrung und Verkehrsberuhigung der Ortsmitte sollen im Rahmen eines Verkehrsplanungskonzepts für die Gestaltung der Ortsmitte angegangen werden.
Container für
Grünabfälle
Ein Antragsteller hatte in der Bürgerversammlung versenkbare Container für Grünabfälle im Wertstoffhof gefordert. Probehalber könnte man die beiden Container für Grünabfälle außerhalb des eingezäunten Wertstoffhofgeländes im Boden versenkt aufstellen, sagte Bürgermeisterin Braun. Somit seien diese jederzeit zugänglich und die Bürger könnten auch außerhalb der Öffnungszeiten des Wertstoffhofs ihre Grünabfälle entsorgen.
Daniel Ober (HWV) begrüßte den Antrag, auch andere Landkreisgemeinden hätten dies so geregelt.