Drei neue Straßenprojekte in Oberaudorf

von Redaktion

Dem Bauausschuss künftige Vorhaben präsentiert – Jetzt geht es an die Detailplanung

Oberaudorf – Neuer Asphalt, moderne Trassen und eine breitere Fahrbahn. Der Bau- und Straßenausschuss in Oberaudorf hat in seiner jüngsten Sitzung die Pläne für drei Projekte vorgestellt, die noch im Jahr 2022 abgeschlossen werden sollen. Davon betroffen sind die Straße am Schlossberg, der Gehweg am Oberfeldweg sowie die Verbindung zwischen dem Ortsteil Wechselberg und Zimmerau. Nachdem die Präsentation im Ausschuss positiv aufgenommen wurde, können nun die konkreten Planungen beginnen.

Asphalt, Trassen und
breitere Fahrbahn

„Es sind drei Projekte, die uns schon länger beschäftigen“, berichtet Rainer Ostermayer, Leiter des Oberaudorfer Bauamts. Umso mehr freut er sich, nach der erfolgreichen Präsentation jetzt in die Detailplanung für die drei Bauprojekte gehen zu können.

Gleich zwei davon befinden sich in der Nähe des Stadtzentrums. So soll an der Straße am Schlossberg sowohl der Asphalt als auch die Wasser- und Stromleitungen auf einer Länge von 50 Metern komplett erneuert werden. Zudem wird die Stützmauer, die die Straße an der Seite absichert, neu errichtet. Die zweite Baustelle betrifft hingegen die Fußgänger am Oberfeldweg. Auch hier sollen die Strom-, Gas- und Wasserleitungen neu verlegt werden. „Vor allem aber wird der abgenutzte Asphalt gegen Pflastersteine ausgetauscht“, berichtet Ostermayer. Der rund 150 Meter lange Gehweg soll dabei nicht nur mit neuem Material ersetzt werden, sondern auch gestalterisch besser in das Oberaudorfer Stadtzentrum passen. Kein kompletter Neubau, sondern eine Verbreiterung wird für die Straße zwischen den Ortsteilen Wechselberg und Zimmerau anvisiert. Auf einer Länge von 900 Metern soll die Fahrbahn auf 3,50 Meter verbreitert werden.

Hinzu kommen 75 Zentimeter lange Seitenstreifen sowie drei Ausweichstellen für sich entgegenkommende Fahrzeuge. Bei der förderfähigen Maßnahme kommt laut dem Bauamtsleiter das Fräsrecycling zum Einsatz, bei dem die alte Straße zunächst in kleine Stücke granuliert und anschließend mit mineralischen Zusatzstoffen verstärkt wird. So könne sich der desolate Zustand wieder herrichten lassen. Wann genau die Bauprojekte beginnen und wie viel diese kosten werden, konnte Ostermayer noch nicht sagen. Er ist jedoch guter Dinge, dass bei allen drei Baustellen nur wenige Flächen abgesperrt werden müssen und der Verkehr weder stark noch lange beeinträchtigt wird.

Neue Software soll
die Arbeit erleichtern

Um in Zukunft die Straßenschäden in der Gemeinde anzuzeigen, setzt das Bauamt auf das Programm „Vialytics“, mit dem Straßenabschnitte mit dem Handy fotografiert und anschließend von einer künstlichen Intelligenz ausgewertet werden (wir berichteten). „Wenn wir frühzeitig reagieren, könnten wir dadurch verhindern, dass größere Löcher überhaupt erst entstehen“, meint Bürgermeister Matthias Bernhardt.

Für die drei aktuellen Projekte kam die Software zwar noch nicht zum Einsatz, da die Schäden laut Ostermayer bereits lange vorher offensichtlich waren. Doch auch der Bauamtsleiter sieht die Technik grundsätzlich als große Hilfe. „Gerade für die künftigen Straßensanierungen ist die neue Art der Analyse fest eingeplant.“

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