Obing greift in die Rücklagen

von Redaktion

Gemeinde investiert in viele neue Baugebiete und den Hochwasserschutz

Obing – Nach ausführlicher Vorstellung durch den neuen Kämmerer Benjamin Anweldt und Vorberatung durch den Obinger Gemeinderat im Februar verabschiedete nun das Gremium einstimmig den Haushalt 2022 als Satzung. Der Obinger Haushaltsplan für 2022 umfasst in Verwaltungs- und Vermögenshaushalt zusammengerechnet Einnahmen und Ausgaben von rund zehn Millionen Euro, nochmals um rund zwölf Prozent weniger als im vergangenen Jahr, in dem der Haushalt gegenüber dem ausgabenreichen Jahr 2020 auch schon niedriger gewesen war. Der Vermögenshaushalt, aus dem die Investitionen getätigt werden, hat ein Volumen von 1,6 Millionen Euro, rund 44 Prozent weniger als 2021.

Breitbandausbau
ist großer Posten

Für den Breitbandausbau sind 180000 Euro im Haushalt 2022 vorgesehen, mit einem Haushaltsausgaberest stehen rund 216000 Euro zur Verfügung, jedoch werden auch noch Zuwendungen von 140000 Euro erwartet.

Ins Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Obing wird ein Notstromaggregat mit Kosten von 100000 Euro eingebaut und für 45000 Euro Digitalfunk angeschafft sowie für die FFW Albertaich für 46500 Euro Einsatzkleidung. Anschaffungen diverser Ausstattungsgegenstände für die Grund- und Mittelschule schlagen mit 75000 Euro zu Buche, die Errichtung eines Buswartehäuschens mit 60000 Euro, doch gleichzeitig werden auf der Einnahmenseite der Kosten für die Schule 145000 Euro an staatlichen Fördergeldern für die bereits getätigten Maßnahmen zur Digitalisierung der Schule erwartet.

Für die Verbesserung des Hochwasserschutzes sind insgesamt 55000 Euro im Obinger Haushaltsplan 2022 eingestellt, 15000 für den dazu nötigen Grunderwerb, 40000 Euro für die Planung der konkreten Maßnahmen und deren Umsetzung.

Die voraussichtlich nötige Erweiterung der Kindertagesstätte ist erst einmal nur mit 50000 Euro für die Planung berücksichtigt.

Darüber hinaus sind gut 300000 Euro zur Tilgung von derzeit laufenden Krediten ein wichtiger Posten im Obinger Vermögenshaushalt 2022. Der Haushaltsausgleich kann ohne Kreditaufnahme erfolgen. Lediglich eine Entnahme von rund 473000 Euro aus der allgemeinen Rücklage mit einem Bestand (Ende 2021) von fast vier Millionen Euro ist geplant. Außerdem können dem Vermögenshaushalt aus dem Verwaltungshaushalt 591000 Euro zur Finanzierung der geplanten Investitionen zugeführt werden.

Darüber hinaus stimmte der Obinger Gemeinderat der von Kämmerer Benjamin Anweldt vorgelegten Finanzplanung bis 2025 zu. Laut Aussage des Kämmerers sind darin lediglich Veranschlagungen für Deckenbau an Gemeindestraßen und Anschaffungen für unterschiedliche Einrichtungen im vorhersehbaren üblichen Rahmen enthalten. Die in den nächsten Jahren sowohl für die Sanierung des Kanals in der Ortsdurchfahrt als auch für die städtebauliche Gestaltung dieses Bereichs sowie des Ortskerns insgesamt auf die Gemeinde Obing zukommenden erheblichen Kosten seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar und daher im Finanzplan nicht genau beziffert.

Finanzplanung mit
einigen Unbekannten

Auch für die anstehende Sanierung des Fröschlhauses gebe es noch keine genauen Zahlen zu den Kosten und so auch keine Aussagen zu möglichen Fördergeldern, ebenso noch keine Angaben für die Erschließung des Gewerbegebiets. Die Finanzplanung in Obing sieht im kommenden Jahr eine Rücklagenentnahme in Höhe von 1,5 Millionen Euro vor, weil 2023 ein Kredit in voller Höhe zurückbezahlt werden soll. Im Jahr 2024 ist eine Rücklagenzuführung von 106000 Euro vorgesehen, im Jahr 2025 eine Zuführung von 655000 Euro.

Grund für das Wohngebiet Pfaffing-Großfeld erworben

Größere Posten im Vermögenshaushalt 2022 der Gemeinde Obing hängen mit dem Grunderwerb und der Schaffung der nötigen Infrastruktur für die neuen Baugebiete und das neue Gewerbegebiet „Mitterfeld“ zusammen. Allein für den Straßenbau für das Baugebiet „An der Schalkhamer Straße“ werden 200000 Euro benötigt, außerdem noch 30000 Euro für einen Kinderspielplatz.

Für die Kanalisation des Gewerbegebietes sind in diesem Jahr noch 17000 Euro veranschlagt.

Der Grunderwerb für das Wohngebiet Pfaffing-Großfeld schlägt mit 135000 Euro zu Buche, für den Grunderwerb zum Gewerbegebiet werden 2022 noch 20000 Euro gebraucht.

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