Bad Endorf – Vor einem halben Jahr erließ der Marktgemeinderat Bad Endorf den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Kreuzstraße Nord. Nun soll ein Bebauungsplan mit sämtlichen notwendigen Festsetzungen erfolgen. Auf dem am nördlichen Ortsausgang gelegenen Areal in Form eines Dreiecks rund um Wasserburger- und Kreuzstraße sind unter anderem ein Haus für sozialtherapeutisches Wohnen und Mehrfamilienhäuser angedacht.
Lydia Knözinger-Ehrl vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) erklärte, dass zwischenzeitlich ein Immissionsgutachten erstellt worden sei. Eventuell könnten noch Restriktionen durch den Denkmalschutz- und Artenschutz folgen, aber: „Auf den ersten Blick gibt es keine Nachweise für Habitat-Strukturen der Fledermaus.“
In der Februarsitzung hatte die Architektin der Marktgemeinde fünf Varianten vorgestellt, die sich nunmehr zu drei Varianten verdichteten: mit unterschiedlichen Wandhöhen und Ausrichtungen der Gebäude.
„Sie haben Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit,“ betonte die Architektin auf Nachfragen von Dr. Maren Weigand (FWG-ÜL). Ob zwei- oder dreigeschossig, ob in L-Form oder T-Form: „Es muss ins Gemeindegebiet passen,“ so Knözinger-Ehrl.
Josef Moosbauer (CSU) befand, dass die Kreuzstraße die Haupterschließungsstraße bleiben solle. Hans Webersberger (CSU) wollte wissen, wie viele Wohneinheiten in dem sozialtherapeutischen Haus unterkommen sollen. Knözinger-Ehrl gab an, dass im Vorhaben von 16 Zimmern die Rede sei.
Für Eduard Huber (Grüne) war ein Gehweg entlang der Kreuzstraße „imminent wichtig.“ Mareike Melain (Grüne) sah das ähnlich und wollte wissen, wo die Zufahrt der Tiefgarage für die Mehrfamilienhäuser liegen könnte. Eine Zufahrt über die Wasserburger Straße bedeute weniger Verkehr für die Kreuzstraße, so die Architektin. Sie empfahl, den Gehweg über einen städtebaulichen Vertrag zu regeln.
Knözinger-Ehrl ging auch auf die Gebäudeausrichtung und Höhenentwicklung ein. Entlang der Wasserburger Straße sollten aus Gründen des Schutzes gegen den Verkehrslärm die Gebäude traufständig angeordnet werden: Zudem riet sie zu dreigeschossig und/oder Dachausbau mit Gauben.
Entlang der Kreuzstraße sei sowohl eine trauf- als auch giebelständige Anordnung der Gebäude möglich, sagte die Architektin weiter. Auch hier empfehle sich eine traufständige Anordnung von zweigeschossigen Baukörpern und/oder ein Dachausbau mit Kniestock, „da sich so eine klare Raumkante zur Straße bildet und die Neustrukturierung im Norden räumlich eingefasst wird.“
Bürgermeister Alois Loferer (CSU) sah die Empfehlungen und die Beiträge des Gremiums als „eine gute Basis, um eine gute Lösung zu finden.“ Sein Beschlussvorschlag, den PV mit der Vorbereitung eines Bebauungsplanentwurfs zu beauftragen, stieß auf offene Ohren. Mit 19:0 Stimmen gab das Gremium diesem nächsten Schritt grünes Licht. elk