Schechen – Bei der Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Marienberg stand die Nachwahl des stellvertretenden Jagdvorstehers auf der Tagesordnung. Diese wurde nötig, da der bisherige Amtsinhaber Bernhard Eutermoser zwischenzeitlich seinen Hof an den Sohn übergab und somit aus der Genossenschaft satzungsgemäß ausschied.
Eutermoser wurde vor 28 Jahren in das Amt gewählt. Jagdvorsteher Hans Neumayer dankte ihm für seinen nachdrücklichen Einsatz für einen Rehwildbestand, der es dem Wald ermöglicht, sich ausreichend zu verjüngen. Jagdpächter Franz Steegmüller bestätigte das gute Verhältnis zwischen ihm, seinem Jäger Lenz Thum und Eutermoser.
Als Nachfolger wurde Johannes Ettenhuber aus Kaps gewählt. Der Jäger zeigte sich dankbar darüber, dass er seit einem halben Jahr auf einer Teilfläche von 100 Hektar im Revier der Familie Steegmüller mit auf die Jagd gehen darf.
Bei der Diskussion über den neuen dreijährigen Abschussplan wurde von Steegmüller vorgeschlagen, den Abschuss um circa 30 Stück Rehwild in drei Jahren zu erhöhen. Sowohl das neue amtliche Verbissgutachten als auch die vorangegangene Waldbegehung hätten eine Erhöhung der Schäden durch Rehverbiss, vor allem bei jungen Tannen und Laubhölzern, gezeigt. Außerdem erklärte sich Steegmüller bereit, als schnelle Hilfe ein Vergällungsmittel gegen Wildverbiss bereitzustellen.
Somit, so Jagdvorsteher Neumayer, sollte man auf einem guten Weg sein, den Wildverbiss weiter zurückzudrängen. Folglich kann sich für die Zukunft ein stabiler Mischwald entwickeln, der auch mit schwieriger werdenden Klimaverhältnissen zurecht kommt.