Aschau – Ohne Gegenstimme beschloss der Aschauer Gemeinderat die Haushaltssatzung 2022 samt Haushaltsplan mit sämtlichen Anlagen. Vorausgegangen waren zahlreiche Gespräche des Bürgermeisters und des Kämmerers mit den Fachbereichsleitern und den Fraktionsvorsitzenden. In nichtöffentlicher Sitzung wurde der Entwurf besprochen und abstimmungsreif formuliert.
Etat hat sich in zehn Jahren verdoppelt
Kämmerer Christoph Kraus stellte dem Gremium den höchsten Haushalt aller Zeiten vor, Josef Hobelsberger (FWG) merkte an, dass sich der Haushalt in den letzten zehn Jahren verdoppelt habe. Die Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes betragen 15,4 Millionen Euro, die des Vermögenshaushaltes
12,9 Millionen Euro. Der Gesamthaushalt der Gemeinde Aschau schließt mit 28,3 Millionen Euro ab und liegt damit erneut über dem Vorjahreshaushalt. Wegen der Kreditneuaufnahmen von
2,5 Millionen Euro und der Verpflichtungsermächtigungen von 6,4 Millionen Euro im Haushaltsentwurf muss der Haushalt der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Landratsamt Rosenheim, vorgelegt und genehmigt werden.
Der Verwaltungshaushalt 2022 umfasst in den Einnahmen und Ausgaben jeweils 15,4 Millionen Euro und beinhaltet einen Zuführungsbetrag zum Vermögenshaushalt von 626140 Euro. So kann die Gemeinde die gesetzliche Vorschrift auch in diesem Jahr erfüllen.
Der Vermögenshaushalt umfasst in den Einnahmen und Ausgaben jeweils
12,9 Millionen Euro. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B wurden nicht verändert und wieder auf 360 v. H. und der Hebesatz für die Gewerbesteuer auf 350 v. H. festgesetzt.
Die Gemeinde Aschau verfügt über keine dauerhaften Rücklagen. Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt rund 3,3 Millionen Euro, der Gesamtschuldenstand der Gemeinde zusammen mit den Verbindlichkeiten des Seniorenheims, beträgt aktuell 5,7 Millionen Euro.
Zwei Drittel der Einnahmen stammen mit 4,03 Millionen Euro aus dem Anteil an der Einkommenssteuer, 2,58 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer, 2,94 Millionen Euro aus Gebühren und 945000 Euro aus der Schlüsselzuweisung; Zweitwohnungs- und Hundesteuer, Grundsteuer und Kanalgebühren bringen den Löwenanteil der weiteren Mittel ein; 1,3 Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen erwartet Kämmerer Kraus für verschiedene Projekte, 15000 Euro bringt die kommunale Verkehrsüberwachung durch die Parkscheinautomaten ein.
Bei den Ausgaben sind die Personalkosten mit 4,83 Millionen Euro, die Kreisumlage mit 3,39 Millionen Euro sowie die Umlagen an andere Träger, wie den Abwasserzweckverband und den Schulverband Prien ständig wiederkehrende Ausgabeposten im Haushalt.
Beim Vermögenshaushalt nehmen die geplanten Hoch- und Tiefbaumaßnahmen rund 60 Prozent des Gesamthaushaltes in Anspruch. Die Kosten für die geplante Sporthalle verteilen sich auf mehrere Jahre bis voraussichtlich 2024. Aktuell sind bei der Gemeindeverwaltung in Aschau mit all ihren Nebenbetrieben 107 Personen beschäftigt.
Andere
Arbeitszeitmodelle
Viele Bedienstete sind nur halbtags oder nach anderen Arbeitszeitmodellen beschäftigt, sodass eine deutlich geringere Besetzung von 74,86 Personen herauskommt.