Riedering – Das traditionelle, zum 18. Mal stattgefundene Riederinger Passionssingen stand ganz im Zeichen der Hilfe für die Erzdiözese Ternopil nahe Lemberg in der West-Ukraine. Anneliese Staber als Organisatorin zeigte sich erfreut, dass es so viele Besucher auch aus der weiteren Umgebung gab.
Mitwirkende waren die Mettenmusik bestehend aus Portativ, Harfe und Gitarre, Roman Messerer mit einem Solostück mit der Zither sowie Harfenspieler und Weisenbläser. Weiter waren der Hamberger Viergesang, der Staucher Zwoagsang und die Schwarzenstoaner Sängerinnen dabei. Als Texte wurden Auszüge aus einem Kreuzweg von Tomislav Ivancic gewählt, Lektorin war Anneliese Staber.
Die Willkommensgrüße sprach Gemeindereferent Tobias Gaiser und das Schlussgebet kam von Pfarrer Claus Kebinger.
Die aktuelle Lage in der Ukraine bewirkte eine starke Spendenbereitschaft. 3800 Euro konnte Helferkreis-Vorsitzende Kathi Schmid entgegennehmen.
Dabei erläuterte sie die aktuelle Situation in Ternopil: „Zur Zeit wird im Wallfahrtsort Zarvanytsja ein älteres Haus renoviert und eingerichtet, das mindestens 70 geflüchteten Frauen, Kindern und alten Leuten Platz bieten wird. Der Helferkreis übernimmt einen Teil der Kosten für die Möbel und sonstige Ausstattung. Es gibt in den Karpaten eine Möbelfabrik, die in nur einer Woche sämtliches Mobiliar – Betten, Schränke, Tische, Stühle – fertiggestellt hat.
Es ist sinnvoll, solche Dinge vor Ort direkt zu kaufen, um die einheimische Wirtschaft zu stärken, und preislich ist es ein Vielfaches günstiger als bei uns. Was derzeit nicht zu bekommen ist, das ist Geschirr und Besteck, da die Waren zwar auf den Schiffen im Schwarzen Meer sind, sie aber durch den Krieg nicht ausgeladen werden können. Gesucht werden daher größere Mengen an Geschirr und Besteck sowie große Töpfe und Schüsseln et cetera. Gut wären solche Dinge aus dem Gastronomiebereich.“ hö