Mehr Anmeldungen als Plätze

von Redaktion

Große Nachfrage nach Kinderbetreuung in der Gemeinde Amerang

Amerang – Mehr Anmeldungen als Plätze: Der Gemeinderat Amerang diskutierte über die Schaffung von temporären Betreuungsplätzen für das kommende Kindergartenjahr, entschied sich aber einstimmig dagegen. Stattdessen sollen in den vorhandenen Einrichtungen Lösungen gefunden werden.

Im Hort wird
es richtig eng

Die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen in der Gemeinde Amerang ist auch im kommenden Jahr sehr groß. Das liegt in erster Linie daran, dass die Buchungszeiten stetig zunehmen. Alle Plätze im neuen Kindergartenjahr sind belegt. Im Bereich der Krippe können zwar alle Anfragen für Kinder mit gesetzlichem Anspruch (ein bis drei Jahre) bedient werden. Weitere Aufnahmen sind nach derzeitigem Stand jedoch nicht möglich. Im Gemeindebereich stehen im Krippenbereich in Evenhausen 16 und in Unteröd 10 – davon sieben anerkannt von der Gemeinde Amerang – zur Verfügung. Im Bereich Kindergarten können alle Anmeldungen angenommen werden. Dazu soll eine Erweiterung der Betriebserlaubnis beantragt werden. Der Träger stimmt sich in diesem Punkt derzeit mit der Aufsichtsbehörde (Jugendamt beim Landratsamt Rosenheim) ab.

In Amerang werden 75, in Evenhausen 50 und in Un- teröd 30 Plätze, wovon zehn durch die Gemeinde Amerang anerkannt sind, angeboten. Die Nachfrage im Ameranger Hort wird im nächsten Jahr erneut steigen. Bisher liegen 29 Anmeldungen für 25 Plätze vor. Angesichts der hohen Nachfrage in der gesamten Einrichtung können laut Bürgermeister Konrad Linner derzeit noch keine Zusagen erteilt werden. „Die Gemeinde setzt seit Jahren auf eine gute Kinderbetreuung und auch im kommenden Kindergartenjahr können nach aktuellem Stand alle Kindergarten- und Krippenkinder betreut werden“, betonte der Bürgermeister. Man könne aber durchaus von einer angespannten Situation sprechen, zumal noch keine Zuzüge oder Flüchtlingskinder in den Zahlen berücksichtigt seien.

Die Schaffung temporärer Plätze, beispielsweise durch die Beschaffung eines Containers, schied für den Gemeinderat jedoch aus. Das Grundproblem, neben dem hohen finanziellen Aufwand, ist das dafür notwendige Personal. „Das ist Mangelware“, brachte es Gemeinderat Christian Staber (CSU) auf den Punkt. Er schilderte die Situation als Stiftungsverwalter im Pfarrverband Amerang. Demnach sei es fraglich, ob zusätzliche Betreuungskräfte für eine Notgruppe zu bekommen seien. Man sei ohnehin auf Personalsuche.

Er empfahl, sich mit einer erweiterten Betriebserlaubnis über die Runden zu retten und Möglichkeiten im Kita-Verbund Wasserburger Land auszuloten.

Christl Kerstens (GLA) schlug vor, zu prüfen, ob der Engpass im Hort möglicherweise mit der Vorziehung einer Gruppe im Rahmen der offenen Ganztagsschule an der Grundschule Amerang gelöst werden könnte.

Die Gemeinderatsmitglieder sprachen sich einstimmig dafür aus, mit dem Träger Kita-Verbund Wasserburger Land temporäre Plätze im Haus für Kinder Amerang für das Kindergartenjahr 2022/2023 zu schaffen. Zudem sollen für den Hortbereich Lösungen in Kooperation mit der Mittagsbetreuung geprüft werden.

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