Franz Weyerer reicht Taktstock an Eigengewächs Josef Maurer weiter

von Redaktion

Nach 19 Jahren gibt Dirigent Franz Weyerer Leitung der Musikkapelle Nußdorf ab – Sein Nachfolger ist seit 2006 dabei

Nußdorf – Beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Nußdorf hat der 66-jährige Dirigent Franz Weyerer nach 19 Jahren die musikalische Leitung in die Hände des 31-jährigen Josef Maurer gelegt. Der Ehrenvorsitzende Sepp Weyerer führte durch das Programm.

Zum Auftakt gab’s den Radetzky-Marsch von Johann Strauß. Johannes Brahms‘ „Ungarischer Tanz Nummer 5“, adaptiert von Siegfried Rundel, trug die Kapelle temperamentvoll vor.

Es folgte „You raise me up“ des Norwegers Rolf Lovland sowie „Fast Forties“ von Gilles Rocha. Vor der Pause kam der „Kleine Zirkusmarsch“ von Josef Lang junior, langjähriges Kapellenmitglied, zur Aufführung.

Nach der Taktstockübergabe setzte Maurer das Programm mit dem Konzertmarsch „Domi Adventus“ von Alexander Pflugers fort. Hans Zimmer komponierte die Musik zum Kino-Erfolg „Pearl Harbor“ von 2001. Von choralähnlichen Themen bis zu dramatischen Passagen bietet die Bearbeitung für Blasorchester eindrucksvolle musikalische Momente des Films. Es folgten die „Wizards and warriors“ von Lee Holdridge und der Walzer „Träumerei“ von Mark Heidt.

Schließlich kam Josef Lang mit der Polka „Kaiserblick“ nochmal zu Ehren. Beim abschließenden „Wunderland bei Nacht“ von Klaus Günter Neumann übernahm der Zweite Musikmeister Florian Schweinsteiger die Soloeinlagen auf der Trompete. Das Publikum honorierte die Aufführung mit langem Applaus.

Der scheidende Dirigent Franz Weyerer leitete die Kapelle seit 2003. Seine musikalische Karriere begann 1992, als er Zweiter Kapellmeister wurde. In seine Ära fallen nicht nur zahlreiche Konzerte und Auftritte, sondern auch Planung und Bau des Proberaums, der mit 200 Arbeitsstunden im Jahr 2003 in Eigenleistung erstellt wurde.

Zur Nachwuchsförderung rief Franz Weyerer 2004 wieder den Blockflötenunterricht für Kinder ins Leben und gründete eine Jugendgruppe.

Ihm lag auch das gesellschaftliche Leben des Vereins, der das Kirchweihfest im Ort ausrichtet, am Herzen. Zur Begeisterung der jungen Generation baute er eine Kirtahutsche, die größte Hutschen im Inntal.

Nachfolger Maurer ist seit 2006 bei der Kapelle. Zuvor spielte er in der Jugendgruppe der Kapelle. Sein Instrument war das erste Flügelhorn. Er brachte es bis zum Solotrompeter.

„Man muss immer wieder üben, sodass der Ansatz, die Kraft und die notwendige Ausdauer vorhanden sind“, erklärt er. Er legte das silberne Leistungsabzeichen für Trompete beziehungsweise Flügelhorn ab. Seit 2012 ist er stellvertretender Kapellmeister. 2013 absolvierte er einen Dirigentenkurs. stv

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