Zwei Jahre lang keine neuen Kredite

von Redaktion

Die Pläne für Haushalt 2022 und Finanzen bis 2025 stehen

Oberaudorf – In großer Einstimmigkeit (14:0 Stimmen) wurde die Haushaltssatzung für das Jahr 2022 und damit der Haushaltsplan in der jüngsten Oberaudorfer Gemeinderatssitzung beschlossen. Das vom Kämmerer Josef Zehrer vorgetragene Zahlenwerk war so überzeugend und vom Finanzausschuss gut vorberaten, dass es zu keinen Wortmeldungen aus dem Gremium kam.

Hebesätze für Steuern
bleiben unverändert

Es wurden die im Verwaltungshaushalt aufgeführten Einnahmen und Ausgaben mit 12345700 Euro und die im Vermögenshaushalt aufgeführten Einnahmen und Ausgaben mit 7464700 Euro festgesetzt. Eine Kreditaufnahme ist 2022 nicht vorgesehen. Gleiches gilt für die Eigenbetriebe der Gemeinde.

Die Steuerhebesätze bleiben ebenfalls unverändert. Diese betragen bei der Grundsteuer A und B je 310 v. H. und bei der Gewerbesteuer 330 v. H..

Wenig Diskussionsdrang entwickelte sich bei den Gemeinderatsmitgliedern auch beim Tagesordnungspunkt „Finanzplan und Investitionsprogramm für die Jahre 2021 bis 2025“. Auch hier übernahm bereits der Finanzausschuss ausführliche Vorberatungen. Dabei wurde sichergestellt, dass der Finanzplan im Finanzplanungszeitraum ausgeglichen ist. Die wichtigsten Projekte beziehungsweise Investitionen in den Jahren 2023 bis 2025 sind demnach der Umbau des Kindergartens in Niederaudorf, der geplante Weiterbau der Bad-Trißl-Straße, der Neubau eines Feuerwehrhauses in Niederaudorf, die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für die Feuerwehr Oberaudorf und die Erweiterung der Grundschule Oberaudorf. Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt (FWO) freute sich: „Zur Finanzierung der Ausgaben im Vermögenshaushalt sind in den Jahren 2023 bis 2025 keine Kreditaufnahmen geplant.“

Eine Zuführung in die allgemeinen Rücklagen ist für die Jahre 2023 (684300 Euro), 2024 (191900 Euro) und 2025 (453900 Euro) im Finanzplan vorgesehen. Bernhardt: „Damit ist die gesetzliche Mindestzuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt bis zum Jahr 2025 erwirtschaftet.“

Förderprogramm soll bestmöglich ausgeschöpft werden

Positives hatte Bürgermeister Dr. Matthias Bernhardt (FWO) zu berichten. Thema war der Wirtschaftsplan 2022 der Gemeindewerke. Bernhardt: „Die Gemeindewerke sind schuldenfrei. Neue Kreditaufnahmen oder Verpflichtungsermächtigungen sind nicht geplant.“ An größeren Investitionen stehen heuer und in den Folgejahren die Sanierung und der Neubau von Trinkwasser-Hochbehältern sowie die Neugestaltung der Wassergewinnung mit der Verlegung des Brunnens, die Erneuerung von Wasserleitungen und von Trafostationen an. Als weiteres Beispiel nannte Bernhardt auch den Ausbau der Bad-Trißl-Straße. Zur Realisierung der Wasser-Projekte sagte er: „Wir wollen das Förderprogramm RZWas bestmöglich nutzen und rechnen dabei mit 70 Prozent Zuwendungen.“ Das überzeugte die Mitglieder des Gemeinderates. Sie stimmten mit 14:0 Stimmen zu. Zuvor hatte der Werksausschuss den Wirtschaftsplan bereits einstimmig befürwortet. rc

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