Zum Bericht „Auf der Suche nach alternativem Strom“ (Lokalteil):
Stellen wir uns vor, es gäbe nur Autos mit Fünf-Liter- Tank und an der Tanke gibt’s nur Kraftstoff, wenn die Sonne scheint. Würde man sich da ein Auto kaufen? Genauso ist es mit dem PV-Strom. Stets wird behauptet mit Solarstrom ein Kernkraftwerk ersetzen zu können, ist die Fläche nur ausreichend groß. Ein AKW liefert regelbar Strom nach Bedarf 24 Stunden lang das gesamte Jahr, also 8760 Stunden. Eine PV-Anlage liefert von diesen 8760 Stunden nur kumulativ 1000 Stunden Strom mit der installierten Leistung. Im Jahresmittelwert sind das hier in Bayern etwa zwölf Prozent der installierten Leistung. Der Ertrag konzentriert sich auf die Sonnenmonate März bis Oktober. In den kalten Monaten liegt der durchschnittliche Ertrag nur bei maximal zehn Prozent der Sonnenmonate. Jeder, der eine PV-Anlage hat, weiß das. Und immer wieder wird die installierte Leistung mit der von Kernkraftwerken verglichen. Das ist Unwissenheit oder bewusste ideologisch geprägte Ignoranz. Wir können unser Land komplett mit PV-Anlagen zustellen und hätten niemals Strom wie wir ihn für unser Land benötigen. Ohne Speicher geht es nicht und da liegt auch das Problem, denn in der Dimension, in der Speicher notwendig wären, gibt es noch keine bezahlbare Technologie. Mit Akkus ist es weder machbar noch bezahlbar. Warum sollen wir in Bayern unsere Landschaft mit einer Technologie zustellen, die kein Problem löst? Wir haben heute in der warmen Jahreszeit an Sonnentagen bereits mehr Solarstrom, als wir verbrauchen können. PV kann immer nur eine Ergänzung zu konventionellen Kraftwerken sein. Die Versorgungslücken von PV werden derzeit mit schnell regelbaren Gaskraftwerken ausgeglichen. Das heißt noch mehr Gaskraftwerke und mehr Gasverbrauch. Ist das den Protagonisten der Solarparks bewusst?
Herbert Sax
Großkarolinenfeld