Rohrdorf – Klimaziele und Digitalisierung fest im Blick: Rohrdorfer und die Rail Cargo Group (RCG) wollen auch die nächsten fünf Jahre zusammenarbeiten. Sie haben sich große Ziele gesetzt und Veränderungen geplant.
Im Jahr 2020 übernahm die RCG die gesamte Rohstoffanlieferung für das Mutterwerk Rohrdorf. Dadurch wurde 2021 eine Steigerung auf 1,4 Millionen Tonnen und somit eine Verdoppelung der Mengen erreicht. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wurde nun vertraglich verlängert – mit dem Stichtag 1. Januar 2023. In der neuen Vertragsperiode sollen die Transportkapazitäten um 25 Prozent erhöht werden. Zudem sollen gemeinsam Konzepte erarbeitet werden, die unter anderem den Transport von rückgewonnenem CO2 sowie die vollständige Digitalisierung der Zugbestellprozesse ermöglichen.
Nachhaltiger
Transport als Ziel
Die Vereinbarkeit von ökonomischen und ökologischen Zielen soll tatkräftig und gemeinschaftlich angegangen werden. Das war der Tenor des Treffens zwischen dem Rohrdorfer Führungsteam der Sparte Zement und den Vertretern der Rail Cargo Group. Beide Seiten bedankten sich für die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit der vergangenen Jahre und betonten ihre Zuversicht, dass auch künftige Herausforderungen gemeistert werden können. „Mit der Erhöhung unseres Schienentransportvolumens um 25 Prozent in den nächsten fünf Jahren setzen wir ein klares Zeichen in Richtung nachhaltige Logistik“, sagt Mike Edelmann, Geschäftsführer von Rohrdorfer. „Da die RCG seit 2018 in Österreich und seit 2021 in Deutschland und Tschechien in Eigentraktion zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien fährt, wird der CO2-Ausstoß nicht einfach verlagert, sondern tatsächlich auf ein Minimum reduziert.“ Weitere Themen, die besprochen wurden, waren die Vereinheitlichung des RCG-Wagenparks und der Kombiverkehr Schiene-Lkw für Standorte, die über keinen direkten Bahnanschluss verfügen. Zudem ging es um mögliche Routen für den Transport des Kohlendioxids, das Rohrdorfer künftig beim Zementherstellungsprozess rückgewinnen will.
Ein erstes gemeinsames Digitalisierungsprojekt ist bereits in Umsetzung: Anfang 2022 fand ein Workshop statt, in dem die Grundlagen für eine Plattform zur vollständigen Digitalisierung des Ganzzugbestellprozesses geschaffen wurden. Im Workshop gab das Rohrdorfer Logistik-Team seine Erfahrungswerte weiter. Die RCG erarbeitet damit eine digitale Plattform: „MIKE“ – den digitalen Assistenten. Diesen will die RCG mittelfristig allen Kunden anbieten. Erklärtes Ziel der Partner ist, sich in der neuen Vertragslaufzeit intensiv zu Digitalisierungsthemen auszutauschen.
Die Klimaziele
immer im Blick
„Als einer der führenden Bahnlogistiker in Europa investieren wir in die Zukunftsfähigkeit des Schienengüterverkehrs. Im Bereich der Digitalisierung arbeiten wir seit Jahren – und immer mit den Klimazielen vor Augen – verstärkt daran, das System Schiene grundlegend zu transformieren,“ sagt Gottfried Georg Eymer, Mitglied des Vorstands bei der Rail Cargo Group. „Wir freuen uns, mit Rohrdorfer einen Partner gefunden zu haben, der uns hilft, die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden aus der Baustoffindustrie noch besser zu verstehen.“