Kiefersfelden – Neuland betraten die Verantwortlichen in dem Grenzort am vergangenen Samstag mit der erstmaligen Ausrichtung des „Kieferer Markts“, wozu sie sich der tatkräftigen Mithilfe der Produzenten des „Ebbser Bauernmarktes“ versicherten. Schon früh um 9 Uhr, die Stände waren gerade erst bestückt, suchten sich schon die ersten Besucher ihre Schnäppchen aus.
Angefangen von Handarbeiten aus Zirbenholz mit seinem unnachahmlichen Geruch, über Käse und Wurst von Ziege oder Hirsch bis hin zur Bastelecke für die kleinen Gäste, es gab scheinbar nichts, was es nicht gab.
Regionalität und Frische standen im Vordergrund und so kam der Räucherfisch eben auch aus dem Inn oder den kleineren Seen und Bächen rundum. Die Bienen sammelten den Blütenstaub für ihren Honig aus dem Inntal und die Weide- und Wildtiere tummelten sich auch auf heimischen Wiesen und Almen, bevor sie zu ihrem Endprodukt verarbeitet wurden. Selbst die zahlreich angebotenen Ayurveda-Produkte wie Tees, Heilöle oder Salben enthielten hauptsächlich Zutaten aus der Region und waren einer von vielen Besuchermagneten, denen sich auch Bürgermeister Hajo Gruber nicht entziehen konnte.
„Ich bin begeistert von dem guten Besuch, zumal ja auch der Wettergott heute mitspielt. Mit den Beschickern, die heuer alle aus den nahen Tiroler Dörfern Ebbs und Erl kommen, haben wir den besten Partner und wir sprechen ja die gleiche Sprache“, so Gruber, und er kann sich „auch eine Fortsetzung vorstellen, wenn der Markt so gut angenommen wird wie heute. „Dann allerdings erweitert mit Produkten heimischer Bauern und Erzeuger“.
Der Koordinator des Marktes, Michael Jäger aus Ebbs, freute sich „über die Anfrage des Nachbarn aus der Kiefer, denn wir sind Freunde und die kommen und helfen, wenn man sie ruft. Alle unsere Produkte kommen aus der nahen Region und werden hier sehr nachgefragt. Ich kann mir wirklich sehr gut vorstellen, wieder hierher zu kommen, zumal uns die Kieferer auch bei der Organisation und dem Aufbau sehr gut unterstützt haben“.
Simone aus Kitzbühel „fand übers Internet“ den Weg hierher zum Markt, „der mir sehr gut gefällt. Hier ist alles so überschaubar und nett ausgestellt, und die regionalen Erzeugnisse haben mich wirklich von Qualität und Preis überzeugt“. Von den feilgebotenen Produkten hat sie schon eine ganze Menge käuflich erworben, und sie wünscht sich, „dass das hier öfter angeboten wird, da ist auch der Weg nicht zu weit für mich“. So wie die österreichische Besucherin empfanden das auch viele andere Marktbesucher.
Denn die Reaktionen waren durchwegs positiv und nahezu alle wünschten sich an den Tischen und Ständen eine zeitnahe Wiederholung des „Kieferer Markts“.
Letztlich war auch für das leibliche Wohl der Marktgäste bestens gesorgt. Für die musikalischen Zutaten war die „Woiggabruch Musi“ gekommen, die mit ihren fetzigen Liedern für Stimmung und gute Laune sorgte.hko