Neubeuern – Betty Baumgartner ist im Alter von 68 Jahren im Rosenheimer Krankenhaus verstorben. Vielen war sie als „an Klarei sei Frau“ bekannt. Hoffnungsvoll und das Leben bejahend ertrug sie ihre Krebserkrankung.
Mit fünf Geschwistern wuchs Betty Baumgartner in Oberornau bei Dorfen auf, besuchte die Schule in Wasserburg und absolvierte eine Ausbildung bei der Sparkasse Mühldorf. Ein fachliches Studium schloss sich an. Nach ihrer Heirat wechselte sie nach Neubeuern. Es folgte eine verantwortungsvolle Aufgabe bei der Sparkasse Bad Aibling.
Die größer werdende Familie mit Sohn und Tochter, später die Enkel, sowie der familiäre Betrieb mit Werkzeughandel erforderte ihren Einsatz im Haus. Hier fungierte sie als regelnde und umsichtige Mitarbeiterin für alle Beschäftigten. In der Freizeit war sie beim Schafkopfen oder beim Golfspiel anzutreffen.
Bei den Jedermann-Spielen der Theatergemeinschaft Neubeuern verkörperte die Verstorbene mehrfach die Rolle der „Guten Werke“ – ein Wesenszug von Betty Baumgartner. Der Kirchenchor, die „Klageweiber“ und die Chorgemeinschaft Neubeuern kannten sie als verlässliches Mitglied. Chorleiter Enoch zu Guttenberg wurde zu Lebzeiten enger Vertrauter der Familie.
Musikalisch verabschiedete sich der Chor bei der Trauerfeier, begleitet von Karl Prokopetz und dem Orchester. Pfarrer Christoph Rudolph zelebrierte den Gottesdienst. Am Friedhof spielte die Musikkapelle Neubeuern unter der Leitung von Bernd Eutermoser.
Eine große Trauergemeinschaft, darunter Karl-Theodor zu Guttenberg, nahm am Grabhügel zusammen mit den Fahnen der Chorgemeinschaft und des Frauenbundes Abschied von der Verstorbenen.