Riedering – Mit 17:0 votierte der Riederinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dafür, für den Ortsteil Gögging einen Bebauungsplan aufzustellen und parallel dazu den Flächennutzungsplan zu ändern.
Birgit Gunvar Steinbacher vom Bauamt hatte zuvor den Sachverhalt erläutert. Schon im Mai 2019 hatte der damalige Gemeinderat der Bebauung eines Grundstücks und eines Nachbargrundstückes zugestimmt. Für diese beiden Grundstücke gebe es nun Bauwünsche, sagte Gunnar Steinbacher. Auf der einen Fläche soll ein länglicher, bauernhausartiger Baukörper errichtet werden und auf dem Nachbargrundstück das Anwesen abgerissen und wieder neu gebaut werden.
„Sehr schwierig
aber machbar“
Bei einem Ortstermin im November vergangenen Jahres mit den Bauherren, deren Planentwicklern und Vertretern des Landratsamtes Rosenheim (Kreisbaumeister, Untere Naturschutzbehörde und Denkmalschutz) sei „eine Bebauung in diesem Bereich als sehr schwierig, aber machbar eingestuft“ worden.
Für den Neubau gab es von der Regierung von Oberbayern dennoch grünes Licht. „Eine Erweiterung des Ortsteils Gögging über die gegenwärtige Planung hinaus sollte jedoch im Sinne des Regionalplanziels B II 3.2 (Konzentration der Siedlungsentwicklung auf die Hauptsiedlungsbereiche) nicht mehr erfolgen,“ zitierte die Bauamtsleiterin aus einer E-Mail mit der Regierung von Oberbayern. Für die Abriss- und Aufbaupläne des anderen Bauvorhabens erteilte das Landratsamt seine Zustimmung, wenngleich die Baubehörden hier empfahlen, das Bauvorhaben nach dem Inkrafttreten des Bebauungsplans zu verwirklichen.
Gunvar Steinbacher erklärte dem Gremium weiter, dass der einfache Teil des Bebauungsplans Gögging die bestehende Bebauung sichere und der qualifizierte Teil die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die geringfügige Erweiterung Richtung Süden schaffe. Damit könne die Gemeinde bezüglich Höhenentwicklung, Art und Maß der baulichen Nutzung und Dachneigung Einfluss auf die Bebauung der beiden Grundstücke nehmen.
Gleichzeitig müssen der Flächennutzungsplan geändert und die überplante Fläche als Dorfgebiet, vormals Fläche für die Landwirtschaft, festgesetzt werden. Auf Nachfragen von Dominikus Summerer (CSU) erklärte Gunvar Steinbacher, dass der Ersatzbau für das alte ehemalige Anwesen an gleicher Stelle und in gleicher Größe erfolgen müsse.
Einstimmiger
Beschluss
Das Vorhaben laufe nach dem Regelverfahren ab, die Pläne werden zweimal ausgelegt. Bürgermeister Christoph Vodermaier (FW) stellte den Beschlussvorschlag vor. Für Gögging sollen ein einfacher und ein qualifizierter Bebauungsplan aufgestellt werden und im Parallelverfahren soll für den Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Gögging“ der Flächennutzungsplan geändert werden.
Diesem Vorschlag folgten die Gemeinderäte einstimmig.