Klaus Lerch zum Prädikanten befördert

von Redaktion

Einsegnung findet in der evangelischen Gemeinde Aschau-Bernau statt

Aschau – In einem feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Friedenskirche zu Aschau fand am vergangenen Sonntag, 29. Mai, die Einführung in den Prädikantendienst von Klaus Lerch statt. Die Einsegnung nahmen die Rosenheimer Dekanin Dagmar Häfner-Becker und Pfarrerin Betina Heckner vor. Pfarrerin Heckner betonte, dass die Segnung eines Prädikanten in der evangelischen Kirche immer etwas besonderes sei. Dies passte zum Sonntag „Exaudi“ – Herr höre meine Stimme. Die Dekanin überreichte die Ernennungsurkunde und würdigte in ihrer Ansprache die Arbeit der Prädikanten in der evangelischen Kirche.

„Herr, höre

meine Stimme!“

Der 54 Jahre alte Klaus Lerch wohnt im Aschauer Ortsteil Innerwald. Hauptberuflich arbeitet er als Fachreferent für Behindertenhilfe beim Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Schon seit 2016 engagierte er sich in der evangelischen Kirchengemeinde Aschau-Bernau, unter anderem als Mitglied des Kirchenchores, Lektor und Kirchenvorstand.

Die in der evangelischen Kirche tätigen Prädikanten erhalten ihren Auftrag vom Kirchenvorstand der Gemeinde und sind Absolventen einer speziellen, insgesamt dreijährigen Unterrichtung. Nach einer zweijährigen theologischen Ausbildung als Lektor, die mit einer Eignungsprüfung durch den Regionalbischof abschließt, folgt ein Jahr in dem das Erlernen der Liturgie, das Halten von Gottesdiensten und das Predigen im Vordergrund stehen. Den Abschluss bildet die Amtseinführung und die Einsegnung durch die Dekane. Prädikanten leiten innerhalb der evangelischen Kirchengemeinden Gottesdienste, dürfen frei verkündigen sowie die Sakramente verwalten. Ihr Dienst ist prinzipiell ehrenamtlicher Natur.

Diesen langen Ausbildungsgang musste Klaus Lerch nicht bewältigen, da er neben seinem sozialpädagogischen Studium auch ein theologisches Studium mit Diplom abgeschlossen hat. So beschränkte sich die Weiterbildung auf drei Wochenenden. Nach dem Gottesdienst fand im Gemeindehaus ein Empfang statt. Die Gemeindemitglieder hatten nun Gelegenheit, dem neuen Prädikanten persönlich zu gratulieren. In ihrem Gruß hob Pfarrerin Heckner sein großes Engagement in der Kirche, im Kirchenchor und der Vorstandsarbeit hervor.

In einem launigen Dialog diskutierten Inge Ramming und Raimund Zedelmayer, zur Freude aller Gäste, dass nun der erste evangelische Prediger in Innerwald wohnt.

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