Samerberg – Eine starke Persönlichkeit und einen Menschen, für den Familie, Gesellschaft, Kirche und Vereine enorm wichtig waren, hat die Gemeinde Samerberg mit dem Tod ihres Bürgermedaillenträgers Michael Huber aus Obereck verloren. Sechs Kinder und 14 Enkelkinder trauern um ihren Vater und Opa.
Eine große Trauergemeinde wohnte dem Auferstehungsgottesdienst in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ bei, um sich von einem geschätzten Menschen zu verabschieden, der im Alter von 90 Jahren verstarb. Den Gottesdienst gestalteten Pfarrer Robert Baumgartner sowie Diakon Günter Schmitzberger. „Der Miche hat oft Vergelt´s Gott gesagt und hat in seinem täglichen Gebet uns eingeschlossen, heute sagen wir Vergelt´s Gott für einen Christen, für den Brauchtum, Tradition und christlicher Glaube eine Einheit waren“, würdigte der Diakon den Verstorbenen. Huber kam als Jüngster von vier Geschwistern auf dem elterlichen Schusterhof zur Welt. Sein Vater verstarb früh, sodass die Arbeit und der Zweite Weltkrieg den Jugendlichen prägten. Dem Volksschulbesuch schlossen sich Lernjahre in der Landwirtschaftsschule Rosenheim von 1953 bis 1956 sowie 1956 der Besuch der Landvolkshochschule in der Wies an. 1961 heiratete er seine Anna, zusammen feierten beide im Vorjahr ihren 90. Geburtstag und ihre diamantene Hochzeit. Als 1950 auf dem Samerberg die Katholische Landjugend gegründet wurde, war der Verstorbene als Obmann dabei und organisierte Reisen. Als Feldgeschworener, als Mitglied des Elternbeirats und bei der Erwachsenenbildung war er zudem ehrenamtlich im Einsatz.
Als Hauptmann der Samerberger Gebirgsschützen dankte Fritz Dräxl dem mit den höchsten Ehren ausgezeichneten Kameraden für dessen Auftreten, Gespür und Vorbild seit Gründung der Kompanie vor 40 Jahren. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Christoph Prankl würdigte die tiefe christliche Gläubigkeit des Verstorbenen, der unzählige Stunden bei Kirchenrenovierungen geholfen hat. Seit Gründung des Pfarrgemeinderates im Jahr 1974 war er acht Jahre stellvertretender Vorsitzender und 20 Jahre Vorsitzender des Gremiums. In seine Zeit fiel auch die Gründung des Christlichen Sozialwerkes. Für die Jagdgenossenschaft Törwang dankte Peter Weyerer dafür, dass Huber in seinen 30 Jahren als Vorsitzender Vermittler von Jägern und Jagdgenossen war. CSU-Ortsvorsitzender Andreas Köppl erinnerte, dass der Verstorbene in seiner über 55-jährigen Mitgliedschaft verschiedene Ämter im Vorstand übernahm.
Auf dem Friedhof verabschiedeten sich die Abordnungen der Gebirgsschützen und der Feuerwehr Törwang mit einem letzten Fahnengruß. Die Gebirgsschützen würdigten ihn mit dreifachem Ehrensalut und die Samerberger Blasmusikanten mit Trauerweisen.hö