Aschau – Ohne Gegenstimme beschloss der Aschauer Gemeinderat, eine Bauparzelle in der Gemarkung Niederaschau in der Nähe des Nelkenwegs im Rahmen des „Ansiedlungsmodells“ (früher Einheimischenmodell) nach den Regeln der Gemeinde Aschau an den Bewerber mit der höchsten Punktzahl zu verkaufen. Das Grundstück ist unerschlossen, der Kaufpreis beträgt 300 Euro pro Quadratmeter.
Einfamilienhaus
geplant
Die Verwaltung wurde beauftragt, das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren durchzuführen. Der Bebauungsplan sieht auf diesem gemeindlichen Grundstück mit einer Größe von rund 432 Quadratmetern die Errichtung eines Einfamilienhauses vor.
Das Baugrundstück soll an den Interessenten mit der höchsten Punktzahl vergeben werden, hieß es in der Sitzung. Nehme dieser den Zuschlag nicht an, werde der Nächstplatzierte angefragt. Die Grundstücke werden laut Verwaltung unerschlossen verkauft. Dies bedeutet, die Erschließung mit Kanal, Wasser, Straße, Strom und Telefon erfolgt später und wird nach den Satzungen der Gemeinde mit bis zu 90 Prozent der Herstellungskosten des neuen Straßenstücks zusätzlich fällig.
In Anlehnung an die zuletzt im vergangenen Jahr verkauften Baugrundstücke am Ziegler Feld im Bereich des Ortsteils Fellerer verlangt die Gemeinde Aschau 300 Euro pro Quadratmeter. Im Kaufvertrag ist ein 15-jähriges Ankaufsrecht der Gemeinde im Falle eines vorzeitigen Verkaufs des Grundstücks an einen Dritten zu bestellen.
Zusätzlich hat sich der Käufer zu verpflichten, das Grundstück innerhalb von fünf Jahren mit einem Wohnhaus zu bebauen, das den Festsetzungen der Bebauungsplanänderung „Aschau Nord I“ entspricht.
Keine fortlaufende
Interessentenliste
In der Aussprache stellten Bürgermeister Simon Frank (BZfA) und die Bauabteilung klar, dass in der Verwaltung keine fortlaufende Interessentenliste geführt werde. Bewerbungen aus früheren Ausschreibungen würden nicht „automatisch“ erneut in die Wertung mit einbezogen; wer Interesse an einem Grundstück habe und bei einer früheren Ausschreibung nicht zum Zug gekommen sei, müsse sich neu bewerben. Die bisher gültigen Kriterien würden unverändert weiter gelten. Die Ausschreibung wird laut Simon in den nächsten Tagen ortsüblich bekanntgemacht.