Posthotel-Gelände wird Mischgebiet

von Redaktion

Neben Gewerbe sollen im rückwärtigen Teil des Gebietes Wohnungen entstehen

Brannenburg – Wie soll es auf dem Posthotel-Gelände an der Sudelfeldstraße weitergehen? Zum wiederholten Male wurde diese Frage im Gemeinderat erörtert. Bereits im Februar 2019 war ein Konzept für die künftige Nutzung vorgestellt worden, das nun in abgeänderter Form im Mittelpunkt der Diskussionen stand. Die Entwurfsfassung teilt sich in ein Mischgebiet an der Sudelfeldstraße und ein allgemeines Wohngebiet im rückwärtigen Teil des Geländes. Nur mit einer Gegenstimme werden die Pläne nun vom Gremium vorangetrieben.

Umplanung wegen
steigender Baupreise

Die Änderungen, die von Diplom-Ingenieur Peter Rubeck vorgestellt wurden, betreffen die zwei Mehrfamilienhäuser im Innenbereich. Aufgrund der Baupreisentwicklung in den vergangenen Jahren stand die Frage im Raum, ob sich die anvisierte Zielgruppe die im Durchschnitt etwa 100 bis 120 Quadratmeter großen Wohnungen überhaupt noch leisten könne. Mit einer Anpassung der Wohnungsgrößen wolle man dem entgegentreten, so Rubeck.

Die Lage und die Größe der beiden Wohngebäude werde sich nicht ändern, dagegen erhöhe sich die Anzahl der Wohneinheiten von 16 auf maximal 22. Demzufolge müssten auch mehr Stellplätze angeboten werden, wofür die Planung sechs oberirdische und 38 in der Tiefgarage vorsieht.

Wie bisher, beinhaltet das Konzept die Schaffung eines großzügig bemessenen Spielplatzes und sichert die Wegeverbindung zum Schulweg und zur Kirchenstraße. Da der aktuelle Gemeinderat mit der Thematik noch nicht vertraut sei, wurde aus dem Ratsgremium eine Verschiebung der Entscheidung angeregt. In der Abstimmung sprachen sich allerdings nur zwei Gemeinderäte dafür aus.

In der angeregten Diskussion wurde auf einen möglichen Lärmkonflikt aufgrund der angrenzenden landwirtschaftlichen Fläche hingewiesen. Dazu sei bereits ein fachliches Gutachten erstellt worden und der Nutzer werde in seiner Betriebsausübung auch durch die neue Bebauung nicht eingeschränkt, verdeutlichte Planer Rubeck.

Vonseiten der Gemeinderäte wurde zudem die Möglichkeit nachgefragt, einen Teil der Wohnungen auf der Grundlage einer einkommensorientierten Förderung zu bauen, da es in der Gemeinde enormen sozialen Druck nach bezahlbarem Wohnraum gebe. Für Gespräche dazu mit dem Investor erteilte das Gremium geschlossen grünes Licht.

Dem Verfahrensbeschluss zur erneuten Billigung und Auslegung des Bebauungsplans schlossen sich die Gemeinderäte mit einer Gegenstimme an.

Einfamilienhaus
in der Bergstraße

Mit einer beantragten Einbeziehungssatzung im Bereich der Bergstraße stand ein weiteres Bauvorhaben auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung. Mit zwei Gegenstimmen votierten die Räte für die Satzung, durch die der Bau eines Einfamilienhauses ermöglicht werden soll. Da bereits zwei Einbeziehungssatzungen in diesem Bereich verabschiedet wurden, müsse man mit weiteren Anträgen auf Baurechte in diesem Bereich rechnen, wurde aus dem Ratsgremium kritisiert.

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