Aschau – Kämmerer Christoph Kraus und Bürgermeister Simon Frank stellten dem Aschauer Gemeinderat nach dem Kassensturz des Vorjahres die Jahresrechnung 2021 vor. Das Gremium nahm Kenntnis und beschloss diese mit den über- und außerplanmäßigen Ausgaben.
Die Haushaltsplanung 2021 sah im Verwaltungshaushalt jeweils in den Einnahmen und Ausgaben einen Ansatz von 14419059 Euro vor. Das Ergebnis liegt bedeutend höher und weist einen Betrag von jeweils 1560497077 Euro aus. In diesem Ergebnis ist die Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 2491681 Euro enthalten. Im Ansatz war die Kämmerei von 491444 Euro ausgegangen. Zum Vergleich: lm Vorjahr lag der Zuführungsbetrag zum Vermögenshaushalt bei 2971793 Euro. Der Vermögenshaushalt sah jeweils in den Einnahmen und Ausgaben einen Ansatz von 10053944 Euro vor. Hier ist das Ergebnis etwas niedriger und weist einen Betrag von 10154267 Euro aus. In diesem Betrag ist die Zuführung zur allgemeinen Rücklage in Höhe von 7343527 Euro enthalten. Der Ansatz lag hier bei 2772944 Euro. Diese Rücklage teilt sich in zwei Beträge auf: eine Rücklagenzuführung 2021 in Form von Einzahlungen auf einen Bausparvertrag in Höhe von 41400 Euro und eine allgemeine Rücklagenzuführung 2021 in Höhe von 7302127 Euro.
Diese Rücklage wurde im Jahr 2022 zur Bestandsverstärkung der Kasse bereits wieder voll entnommen. Der gesetzliche Mindestzuführungsbetrag zur allgemeinen Rücklage von 141898 Euro wurde somit mehr als erreicht. Im Verwaltungshaushalt brachten der Gemeindeanteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer mit rund vier Millionen Euro, die Gebühren mit 2,7 Millionen Euro, die Gewerbesteuer mit 2,2 Millionen Euro die höchsten Einnahmen, 1,33 Millionen Euro erhielt die Gemeinde an Zuschüssen vom Land. Bei den Ausgaben stellen die Personalausgaben mit 4,2 Millionen Euro und die Kreisumlage mit rund drei Millionen Euro die höchsten Posten dar. Die Einnahmen im Vermögenshaushalt waren weitgehend bestimmt durch die Entnahme aus der allgemeinen Rücklage von 5,6 Millionen Euro, die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt mit rund 2,5 Millionen Euro und die Einnahmen aus Beiträgen in Höhe von 85000 Euro. Bei den Ausgaben stellten die Zuführung zur allgemeinen Rücklage mit 7,3 Millionen Euro und die Hoch- und Tiefbaumaßnahmen der Gemeinde mit 2,17 Millionen Euro die höchsten Beträge dar.
lm Jahr 2021 wurde kein Darlehen aufgenommen. lm Haushaltsplan 2021 war ein Ansatz in Höhe von 683200 Euro vorhanden. Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2020 betrug 3566003 Euro, die Abrechnung 2021 ergab einen bereits geringeren Schuldenstand von 3258513 Euro. Die Eigengesellschaft „Seniorenheim Priental“ der Gemeinde Aschau wies zum 31. Dezember 2021 einen Schuldenstand von 2299100 Euro auf. Damit ergibt sich ein Gesamtschuldenstand von 5622208 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist mit 962 Euro erstmals wieder unter die 1000-Euro-Grenze gesunken. Nach der Vorlage der Jahresrechnung kann nun der Rechnungsprüfungsausschuss tätig werden und die Jahresrechnung 2021 örtlich prüfen. Die örtliche Prüfung muss bis zum 31. Dezember 2022 durchgeführt und dem Gemeinderat vorgelegt werden.reh