Afghane und Albaner wollen Landsleute illegal ins Land bringen

von Redaktion

Bundespolizei ermittelt wegen Schleusungsverdachts

Kiefersfelden – Die Rosenheimer Bundespolizei hat vergangenen Samstag bei Grenzkontrollen auf der A93 zwei mutmaßliche Schleuser gestoppt. Ein Afghane und ein Albaner versuchten unabhängig voneinander, mit dem Pkw mehrere Landsleute illegal nach Deutschland zu bringen.

In der Kontrollstelle bei Kiefersfelden stoppten die Bundespolizisten einen Wagen mit Schweizer Zulassung. Alle drei Insassen waren ohne die für die Einreise erforderlichen Dokumente unterwegs. Laut eigenen Angaben handelt es sich um afghanische Staatsangehörige. Alle drei wurden wegen ihres illegalen Einreiseversuchs angezeigt. Gegen den Fahrer, der im Schweizer Kanton St. Gallen gemeldet ist, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Einschleusens von Ausländern eingeleitet. In der Vergangenheit waren die Männer im Alter von 18, 20 und 24 Jahren bereits in der Schweiz registriert worden. Daher veranlasste die Rosenheimer Bundespolizei, dass sie dorthin zurückkehren mussten, so die Polizei.

Nur wenige Stunden zuvor überprüften die Beamten auf der Inntalautobahn einen Wagen mit deutschen Kennzeichen. Die drei Insassen, alle im Alter von 29 Jahren, wiesen sich mit ihren gültigen albanischen Reisepässen aus. Wie sich herausstellte, lag die Einreise der Mitfahrer ins Schengen-Gebiet zum Teil über neun Monate zurück. Ihr lediglich 90-tägiger visafreier Aufenthalt in der EU war weit überschritten. Visa oder andere Aufenthaltsgenehmigungen konnte keiner von ihnen vorlegen. Der Fahrzeugführer wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. Seine Begleiter werden sich voraussichtlich wegen des unerlaubten Einreiseversuchs zu verantworten haben. Nach Deutschland durften die drei Männer nicht. Sie mussten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zurück nach Österreich.

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