Traditionelle Altkleidersammlung bringt kaum noch Geld ein

von Redaktion

Johann Berghammer ist seit 40 Jahren Vorsitzender in Aschau – Zahlreiche Mitglieder auf Jahresversammlung für Treue geehrt

Aschau – Die Kolpingsfamilie in Aschau besteht seit 1981 – also seit über 40 Jahren. Da im vergangenen Jahr keine Veranstaltungen stattfinden konnten, würdigte der Vorsitzende Johann Berghammer das Jubiläum bei der Jahresversammlung des Vereins im Aschauer Pfarrheim.

Auf Veranlassung von Pfarrer Hans Holzner fanden sich 1981 in der Aschauer Pfarrgemeinde Begeisterte zusammen, um die Ideen Adolf Kolpings auch im Oberen Priental mit Leben zu füllen.

Zum Vorsitzenden der Gemeinschaft wählte die Versammlung damals Johann Berghammer; so konnte der Kolpingvorsitzende im Vorjahr zusammen mit der Gemeinschaft und elf Gründungsmitgliedern sein 40. Jubiläum im Dienste von Adolf Kolping begehen. Fünf von ihnen nahmen die Ehrenurkunde und die silberne Kolpingnadel aus der Hand des Vorsitzenden und des geistlichen Beirats Pfarrer Paul Janßen entgegen: Hans Aicher, Josef Baur, Christine Noichl, Uschi Pellkofer und Michael Stuffer.

Ilse Goßner bedankte sich bei Berghammer für seine umsichtige Vereinsführung, der Vorsitzende sei der Motor der Kolpingbewegung in Aschau, er wirke neben seiner Tätigkeit als Vorsitzender auch an anderen Stellen im Verein mit, sei es als Fähnrich, als Schriftführer, als Nikolaus oder als Organisator der Kleidersammlungen. Zusammen mit Pfarrer Janßen überreichte sie dem rührigen Vorsitzenden einen kleinen Präsentkorb.

„Die Kolpingsfamilie Aschau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten fest im Dorfgeschehen etabliert, wir waren an allen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen in der Gemeinde beteiligt“, begann Berghammer seinen Bericht über die vergangenen beiden Jahre. Dieser fiel sehr kurz aus. „Es war nichts los. Lediglich den Nikolausdienst konnte der Vorstand organisieren.“

Der Erlös der Nikolausbesuche ging an das Würzburger Haus im Behandlungszentrum Aschau und an die Seniorentagesstätte des ÖSP an der Schützenstraße. Soweit möglich beteiligte sich die Fahnenabordnung an den traditionellen Veranstaltungen.

Die Organisation und Durchführung von Altkleidersammlungen blieb aus. Der Preis sei stark gefallen, da die Kleider und Stoffe wegen des hohen Synthetikanteils nicht mehr recycelbar seien. Einnahmen könnten mit den Kleidersammlungen nicht mehr erzielt werden.

Trotz des Ausfalls dieser Einnahmen meldete Schatzmeister Gerhard Pellkofer einen befriedigenden Kassenstand, Kassenprüferin Ilse Goßner bestätigte eine vorbildliche Kassenführung. Einstimmig bestätigte die Versammlung die neue Beitragssatzung und eine Anpassung der Satzung.

Veronika Lang vom Kolpingtheater berichtete von der neuen Besetzung des Vorstands der Aschauer Bühne und den kommenden Plänen des Ensembles. Unter der Regie von Marianne Neumüller und Ute Trost wird der humorvolle Einakter „Das Streichquartett“ von Szöke Szakall gezeigt.

Abschließend wies Berghammer darauf hin, dass die Gemeinschaft versuchen werde, nahtlos an die Vor-Corona-Zeit anzuknüpfen und an allen Veranstaltungen im Ort teilzunehmen.reh

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