Kiefersfelden/Rosenheim – Unter dem Verdacht des Schleusens hat die Bundespolizei auf der Höhe von Kiefersfelden einen 48-jährigen Busfahrer festgenommen. Vorangegangen war dem eine Kontrolle der Passagiere in dem Reisebus. Eine fünfköpfige Gruppe konnte sich nicht ordnungsgemäß ausweisen. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um Afghanen im Alter von 19 bis 24 Jahren. Offenbar waren sie in Verona eingestiegen, ohne dass der Busfahrer die Pässe kontrolliert hätte – was Zeugen bestätigen.
Die Bundespolizisten nahmen den Fahrer daher vorläufig fest. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Mann in der Rosenheimer Bundespolizei-Dienststelle vernommen. Die fünf Afghanen wurden ebenfalls mit in die Inspektion genommen und dort wegen eines illegalen Einreiseversuchs angezeigt. Anschließend kamen sie in eine Erstaufnahmestelle. Der Busfahrer durfte die Dienststelle ebenfalls wieder verlassen, möglicherweise war er durchs Einladen des Gepäcks in solchem Maße beschäftigt, dass er sich für die Papiere nicht mehr interessierte. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
In der Zwischenzeit waren die im Bus verbliebenen Fahrgäste mit einem nicht unerheblichen Problem konfrontiert: Die Reise konnten sie ohne ihren Fahrer nicht fortsetzen. Ein Teil der Passagiere begab sich zum Bahnhof in Kiefersfelden und fuhr mit dem Zug nach München. Anderen Insassen blieb nichts anderes übrig, als Stunden auf das Eintreffen eines Ersatzfahrers zu warten.