Viel Lob für die Obinger Feuerwehr

von Redaktion

Vereinsjubiläum mit großem Umzug – Bürgermeister unterstreicht Zusammenhalt

Obing – Nachdem jüngst die Obinger Schützengesellschaft ihren großen Auftritt hatte, war nun die Feuerwehr der Gemeinde an der Reihe. Beide Vereine blicken auf ihre Gründung vor 150 Jahren zurück, ein Anlass, zu dem jeweils eine große Zahl von Teilnehmern aus der ganzen Region kam. Und beide Male hatten die Feiernden Glück mit dem Wetter. Zogen unter der Woche noch dunkle Regenwolken übers Land, lachte am Sonntag die Sonne wieder vom Himmel.

92 Vereine verteilt
auf fünf Züge

Entsprechend gut gelaunt zeigte sich Simon Frank, Vorsitzender und Festleiter der Feuerwehr Obing. 92 Feuerwehrvereine aus dem ganzen Landkreis, zum Umzug verteilt auf fünf Züge, hatten sich bei ihm zur großen Feier angemeldet. „Insgesamt sind das 2000 Leute“, sagte er. Eine Mammutveranstaltung, die eine lange Vorbereitungszeit hatte: „Das waren drei Jahre“, so Frank. Gott sei Dank habe die Pandemie den Obingern keinen Strich durch die Rechnung gemacht. „Und jetzt haben wir ein Superwetter, besser kann man es nicht haben“, freute sich der Organisator. Ziemlich aufgeregt sei er noch am Morgen gewesen, „aber mittlerweile bin ich erleichtert“.

Auch der Bürgermeister und Schirmherr des Festes, Sepp Huber, strahlte pure Freude aus: „Wenn das Wetter passt, ist das bei dem Großereignis schon die halbe Miete.“ Ob nicht der eine Verein dem anderen die Schau stiehlt?“ Nein, antwortete Huber, „in Obing ist das nicht so. Da ist der Zusammenhalt groß, da gibt es kein Konkurrenzdenken.“ Ortspfarrer David Mehlich, ebenfalls ein engagierter Feuerwehrler, leitete den Gottesdienst, nachdem die Feuerwehrler, alle prächtig gewandet, auf der Festwiese Aufstellung genommen hatten. Ein großartiger Anblick.

Für die musikalische Untermalung sorgte der Kirchenchor Obing. Rund um den Altar zeigten Mitglieder der Feuerwehr in einer gelungenen Vorführung ihre besonderen Fähigkeiten bei der Bergung von Verletzten und bei der Feuerbekämpfung. Bürgermeister Huber dankte in seiner Ansprache der Feuerwehr für „150 Jahre Einsatz“, für Hilfsbereitschaft und Kameradschaft in dieser langen Zeit. Und er erinnerte an das Unwetter im vergangenen Jahr, das den Ort schwer in Mitleidenschaft gezogen habe und an den selbstlosen Einsatz der Bürger einschließlich der Feuerwehren bei den Aufräumarbeiten danach. „Dafür mein ganz besonderer Dank“, so Huber.

Die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber unterstrich, welch große Bedeutung den Feuerwehren zukomme. „Ihr seid zur Stelle, wenn Mitmenschen in Not sind – und das an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden am Tag!“ Ein soziales Engagement sei der Schlüssel für eine funktionierende Gesellschaft. „Die Menschen leben vom Zusammensein“, so Schmidhuber.

Fahne der Feuerwehr
wird gesegnet

Einen Gruß an die Festgemeinde richtete auch der Traunsteiner Kreisbrandrat Christof Grundner. Gesegnet wurden in einer Zeremonie auch die Fahnen der Freiwilligen Feuerwehr Pittenhart, dem Patenverein der Obinger. In einer kilometerlangen Prozession zogen die Teilnehmer anschließend durch Obing, um danach im Festzelt noch fröhlich weiterzufeiern.

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