Kiefersfelden – Die ersten Mieter sind noch am Tag der Einweihung eingezogen: Zwei Monate früher als geplant konnte jetzt die neue Wohnanlage der Wohnungsbau GmbH des Landkreises Rosenheim in Kiefersfelden eingeweiht werden. Auch die kalkulierten Baukosten von 5,3 Millionen Euro wurden laut Geschäftsführer Karl Seidl leicht unterschritten.
Zwischen 43 und 88
Quadratmeter groß
Seit dem Baubeginn im Dezember 2020 entstanden auf dem rund 3200 Quadratmeter großen Grundstück am Sonnenweg, aufgeteilt auf zwei Mehrfamilienhäuser, insgesamt 21 Wohnungen, davon elf Sozialwohnungen. Die Wohnungen sind zwischen 43 und 88 Quadratmeter groß und barrierefrei. Jedes Gebäude verfügt über einen Aufzug. Hinzu kommen 17 Stellplätze in Carports und 25 unter freiem Himmel. Alle Wohnungen bleiben im Eigentum der GmbH.
„Wenn man in so einer Gegend bezahlbaren Wohnraum errichten kann, ist das eine gute Sache“, sagte Landrat Otto Lederer bei der Einweihungsfeier. Er lobte alle Beteiligten. „Dieses Team um den Verantwortlichen Geschäftsführer Karl Seidl ist unschlagbar. Wer in solchen Zeiten so ein Projekt unter dem Zeitplan und auch noch günstiger hinbekommt – das ist schon großartig.“
Als „Leuchtturmprojekt“ für die Gemeinde bezeichnete Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber die Wohnanlage. In Oberbayern bezahlbaren Wohnraum zu finden, sei ein großes Problem. „Es ist ein Festtag für Kiefersfelden. Ich kenne die meisten Mieter. Vielen Dank“, so Gruber. Die Gemeinde hatte mit dem Geschäftsführer der GmbH bei der Vergabe der elf Sozialwohnungen ein Vorschlagsrecht vereinbart. Wie Gruber sagte, habe er schon eine Idee für ein Folgeprojekt in Kiefersfelden.
Karl Seidl, Geschäftsführer der Wohnungsbau GmbH, lobt die gute und enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kiefersfelden, dem Landratsamt und allen beteiligten Firmen – vom Architekturbüro Schindler, auf dessen Plänen alle Arbeit beruhte, bis zum Landschaftsarchitekturbüro Niederlöhner, das mit den Außenanlagen den Schlusspunkt setzte.
„Eine Baustelle läuft nur so gut, wenn alles funktioniert und alle Hand in Hand zusammenarbeiten, die Architekten, die Ingenieurbüros und die beteiligten Handwerksfirmen.“ Bei der Einweihung dabei waren auch die Geschäftsführer der beiden an der Wohnungsbau GmbH beteiligten Sparkassen. Wie Harald Kraus, Vorstand der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, sagte, setze die Sparkasse hier ein Zeichen für die Verbundenheit mit der Region und das mache ihn stolz. „Wir wünschen den Mietern, dass sie sich hier wohlfühlen, eine Heimat finden und in dieser friedlichen Umgebung leben können.“ Mit den Wohnungen in Kiefersfelden hat die Wohnungsbau GmbH nun insgesamt 81 Wohnungen im Landkreis Rosenheim geschaffen.
„Ich hoffe, dass wir die 100er-Grenze reißen“, erklärte Kraus. Dem konnte sich der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Wasserburg am Inn, Peter Schwertberger, nur anschließen. Er plädierte dafür, mit einem der nächsten Projekte in den Westen des Landkreises zu gehen.
Bisher hat die Wohnungsbau GmbH Wohnraum in Prien, Bad Aibling, Wasserburg am Inn und Kiefersfelden geschaffen. Zwölf weitere Wohnungen sollen bis 2024 in Prien am Chiemsee entstehen. Der Baubeginn ist für November 2022 geplant.
Idee stammt von
Altlandrat Berthaler
Immer wieder wurde von den Rednern auch die Rolle von Altlandrat Wolfgang Berthaler angesprochen. Er sei es gewesen, der der GmbH in seiner Amtszeit neuen Schub gegeben und Karl Seidl als Geschäftsführer vorgeschlagen hatte, sagte Landrat Otto Lederer. Bürgermeister Hajo Gruber erzählte, dass Berthaler der Erste war, der mit der Idee für das Wohnprojekt in Kiefersfelden auf ihn zugekommen sei.