Bad Endorf – Wird an die Bahnstrecke, die sich durch Bad Endorf zieht, eine Lärmschutzwand gebaut oder nicht? Diese Frage müssen final die Endorfer Gemeinderäte beantworten. In einer Online-Infoveranstaltung der Deutschen Bahn erklärt heute, Montag, ab 18 Uhr das Unternehmen den Bürgern die Vor- und Nachteile einer Lärmschutzwand. Vorab stellt sich Bürgermeister Alois Loferer (CSU) drei Fragen zu dem Thema.
Das Thema Lärmschutz in Bad Endorf ist kein leichtes Thema. Der Gemeinderat hatte es bereits mehrmals auf der Tagesordnung. Warum ist es schwer, eine Entscheidung zu treffen?
Der Marktgemeinderat hat eine Grundsatzentscheidung für oder gegen aktiven Lärmschutz zu treffen, ohne das konkrete Planungsergebnis in allen Einzelheiten und Bauabschnitten auf dem Tisch zu haben. Das macht die Abwägung des Für und Widers so schwierig, zumal jedes Gremiumsmitglied einen großen Anspruch an die eigene Sorgfalt bei der Entscheidungsfindung hat. Die Vorteile der aktiven Lärmsanierung mit Schallschutzwänden liegen auf der Hand – dagegen stehen vor allem Fragen der Beeinträchtigung des Ortsbilds.
Warum ist der Info-Termin der Deutschen Bahn so wichtig?
Aus erster Hand werden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger von den Verantwortlichen der Bahn informiert. Das kann die Gemeinde in dieser Güte nicht bewerkstelligen. Aktive und passive Maßnahmen werden ebenso erläutert wie die technischen Grundlagen, die zu den beiden Systemen gehören. Das ist ein vollumfängliches Informationsangebot zur Meinungsbildung, die Reaktionsmöglichkeiten der Teilnehmer geben sicher auch Hinweise auf das Stimmungsbild für oder gegen bestimmte Maßnahmen.
Wie können Bürger an dem Termin teilnehmen?
Die Informationsveranstaltung ist als Videokonferenz konzipiert. Den Link dazu finden Sie auf der Gemeindehomepage. Durch das Videoformat kann jeder bequem von zu Hause mitmachen. Die Chatfunktion erlaubt aktives Fragenstellen.
Für alle, die keinen Zugang haben, haben wir im Endorfer Hof einen Sitzungssaal mit Übertragung der Konferenz eingerichtet. Wer da gerne persönlich teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bei Frau Kirschner im Rathaus telefonisch anzumelden.
Interview: Katharina Koppetsch