Eggstätt – Mit einem Gedenkgottesdienst gedachte die Pfarrgemeinde „St. Georg“ in Eggstätt der vor 100 Jahren geborenen Bildhauerin Christine Stadler, ehe ihr zu Ehren am Rathausvorplatz eine bis 19. August dauernde Ausstellung eröffnet wurde.
Volksaltar
und Ambo
Christine Stadler, die in Eggstätt zur Welt kam, dort aufwuchs und der Gemeinde einen großen Teil ihres reichen Schaffens vermachte, war auch für die Eggstätter Pfarrkirche eine wertvolle Künstlerin. Wie Pfarrer Andreas Przybylski, der den Gottesdienst zusammen mit Diakon Josef Stürzer feierte, erinnerte, sind der Altar als „Tisch der Eucharistie“ und der Ambo als „Tisch des Wortes“ in Schönheit und als sichtbarer Teil der Schöpfung Gottes von Christine Stadler geschaffen worden.
Dazu erklärte der Pfarrer weiter: „Nach dem II. Vatikanischen Konzil mit Papst Johannes XXIII wandten sich die Priester als Stellvertreter Christi vom Hauptaltar ab, um den Menschen zugewandt zu sein. Damit musste ein Volksaltar geschaffen werden, der zum Hochaltar passte. Wir in Eggstätt bekamen von der heimischen Bildhauerin ein Original, das als Vorbild für Glauben dient.“
Nach der Feier in der Kirche bedankte sich Bürgermeister Christian Glas für das Zustandekommen des Gedenkgottesdienstes, der kirchenmusikalisch mit Orgelklängen und Gesang von Sarah Rotter gestaltet wurde und lud zusammen mit Pfarrer Przybylski zu einem stillen Gedenken an der Grabstätte der Familie Stadler im Friedhof ein.
Werke der Künstlerin in Kirche zu sehen
Der Gottesdienst war einer der ersten Bestandteile des Jubiläums „150 Jahre Pfarrkirche St. Georg in Eggstätt“. Das bis zum Kirchweihsonntag, 16. Oktober, gehende Programm sieht als Nächstes am Freitag, 29. Juli, ab 20 Uhr ein Benefizkonzert mit dem Thema „Der Fluss“ in Bildern und Texten sowie mit Barockmusik vor.
In der Eggstätter Pfarrkirche sind während der Ausstellungsdauer Werke der Künstlerin Christine Stadler zu sehen.