Zu „Nußdorfer Familienbetrieb ist gerettet“ (im Lokalteil):
Mit „unendlicher Dankbarkeit“ haben die Nußdorfer Betreiber und Befürworter des Wasserwerks über heimische Politiker überschwängliches Lob ausgeschüttet.
Mich wundert diese Unterwürfigkeit – unsere Politiker sind unter anderem gewählt, in unserer Region sich hinter das Engagement, wie hier des Mittelstands, zu stellen. Hier kostbare Ressourcen wie heimische Wasserkraftwerke, die seit Jahrzehnten betrieben, mit großem Aufwand modernisiert, mit immer neuen Auflagen wie Fischtreppen etc. für Natur- und Tierschutz, weiterlaufen zu lassen – ja klar! Aktueller und notwendiger denn je. Dies als „Begnadigung“ darzustellen, ist daneben. Abgeordnete und Minister beziehen ihr Gehalt zeitlebens aus Steuergeldern und scheinen manchmal zu vergessen, wessen Anliegen sie vertreten und dass sie alles in ihren Kräften stehende unternehmen sollten, kluge Entscheidungen zu realisieren, statt in lähmenden EU-Richtlinien, Selbstdarstellung und Entscheidungen wie nach „Gutsherrenart“ festzustecken, was notwendige Entwicklung verhindert.
Elisabeth Mottinger
Rohrdorf