Großkarolinenfeld – Energie sparen: Darüber reden ist so leicht, dabei müsste man es einfach tun. Das haben sich auch einige Bürgervertreter aus Großkarolinenfeld gedacht und in der vergangenen Gemeinderatssitzung einen Antrag vorgebracht.
„Wir wollen ein äußeres Zeichen setzen und einen Anstoß für die Bürger geben“, erklärte Irmi Huber (CSU) den Antrag ihrer Fraktion zur Energieeinsparung. Darin fordert die Fraktion die Gemeindeverwaltung auf, Einsparungsmöglichkeiten zu ermitteln und umzusetzen.
Oftmals gehe es um alltägliche Verbrauchsgewohnheiten. Vorschläge sind etwa das Ausschalten der Monitore bei Arbeitsende, die Verwendung von Fahrrädern statt dem Auto bei Dienstfahrten, eine Anpassung der Betriebszeiten der Straßenlaternen oder eine Überprüfung der Laufzeit des Springbrunnens. Auch Vorschläge der Bürger gelte es, zu berücksichtigen. „Wir wissen, das sind Aufgaben der Verwaltung und wir wollen auch nicht behaupten, dass Ihr Eure Arbeit schlecht macht“, so Huber. Es gehe vielmehr darum, dass sich jeder „an der eigenen Nase packen müsse“. Wenn die Gemeindeverwaltung schaue, was sich verbessern lässt, sei das ein gutes Vorbild für die Gemeinde. Es gebe viele kleine Dinge, die sich optimieren ließen. Bürgermeister Bernd Fessler (Parteifrei) betonte: „Diesen Antrag kann ich zu hundert Prozent unterstützen.“ Das Thema sei in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Die Aufforderung an die Bürger, Energie zu sparen, könne nicht nur über den Geldbeutel laufen. Da müsse auch ein Umdenken stattfinden. Hier habe die Gemeindeverwaltung Vorbildcharakter. Der Bürgermeister erklärte, dass die Gemeinde Mitglied im Energieeffizienznetzwerk sei. Die Ergebnisse aus diesem Prozess seien angesichts der aktuellen Situation noch mal zu überprüfen. Nur zu sagen, was nötig sei, könne nicht sein. Es gelte, einfach damit anzufangen.
Johann Kosek (PLW) berichtete, dass einige Straßenlaternen teils bis spät am Vormittag leuchten würden. Er schlug vor, das zu überprüfen. Sepp Lausch (FW-GBV) regte an, auf den gemeindeeigenen Gebäuden mit Fotovoltaikanlage die Installierung eines Batteriespeichers zu prüfen. Der Vorschlag kam bei den anderen Gemeinderäten gut an. Einstimmig billigte das Gremium den Antrag mit der Ergänzung, die Einrichtung von Batteriespeichern auf den Gemeindegebäuden mit PV-Anlage zu prüfen. khe