Akrobaten, Clowns und Feuerschlucker

von Redaktion

Zirkuspädagogisches Projekt am Inntal Gymnasium Raubling – Kinder präsentieren ihre neuen Talente

Raubling – Ein echtes großes Zirkuszelt bauten Eltern und die Zirkuspädagogen vom Circus „Zappzarap“ auf der Wiese neben dem Inntal Gymnasium auf. Drei Tage konnten die Schüler dann am eigenen Leib erfahren, wie man als Akrobat, Clown, Jongleur oder Feuerschlucker trainieren muss, um das Publikum zum Lachen zu bringen oder in Staunen zu versetzen.

270 Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums hatten sich unter Anleitung der Profi-Artisten, Lehrern und Schülern aus der Q11 auf den großen Auftritt vorbereitet. Nicht nur die Fünftklässler verwandelten sich in echte Zirkusartisten, sondern auch die Sechstklässler durften mitmachen, da das Event im letzten Jahr wegen Corona ausfallen musste. Zum Höhepunkt der 25-Jahr-Feierlichkeiten konnten die Unterstufenschüler beim Sommerfest der Schule in zwei rund 100-minütigen Shows ihren begeisterten Eltern vorführen, welche besonderen Kunststücke sie in dieser Zeit gelernt hatten.

Das Konzept, das hinter dem „Zirkus für Schüler“ steht, beinhaltet Ideen wie: Verborgene Talente fördern, Neues probieren, Grenzen überwinden. Das Ziel ist, bei den Kindern das Selbstbewusstsein zu stärken und festgefahrene Verhaltensstrukturen zu ändern. Popcorngeruch und viel Aufregung lagen in der Luft, bevor die Show begann. Hinter dem Zelt warteten aufgeregte kleine Grüppchen oder man probte noch einmal seine Nummer.

Dann kam der große Augenblick. Verteilt auf zwei etwa 100-minütige Vorstellungen zeigten die Kinder ihren Eltern und Großeltern, was sie in den drei intensiven Tagen einüben konnten: Mit Keulen, Tellern und Diabolos jonglieren, Zaubern und Balancevorführungen waren angesagt. Im Zirkusrund tummelten sich Clowns, Feuerkünstler, Akrobaten und Trapezturner, sogar Fakire gab es, die sich auf Nagelbretter und Scherbenhaufen legten.

Verborgene Talente, die nichts mit Mathe, Latein oder sonstigen Unterrichtsfächern zu tun hatten, kamen zum Vorschein und jeder Einzelne hatte seinen Auftritt in der Manege. Die Show wurde mit donnerndem Applaus der faszinierten Eltern belohnt und sie waren sich einig: „Wir hätten nie gedacht, dass unsere Kinder in der kurzen Zeit solche tolle Kunststücke einüben können!“

Studiendirektor Andreas Lakowski, dem die Organisation des Events große Freude gemacht hat, meint: „Das ist für einen Lehrer schon etwas Besonderes, den Kindern so viel Spaß zu vermitteln, denn da haben Pädagogen im Unterricht nicht so oft die Gelegenheit dazu. Zu sehen, wie jedes einzelne der Kinder stolz auf seine Darbietung war, ist dann der Lohn für die viele Mühe. Und wir sind froh, dass wir mit der Sparkassen Stiftung Zukunft und einigen regionalen Unternehmen Sponsoren hatten, die so etwas möglich gemacht haben.“ Karin Sönmez

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