Aschau – Der Aschauer Gemeinderat beriet sich zuletzt über den Winterdienst in Sachrang.
Die Verwaltung fragte, ob der zehn Jahre alte Unimog U400 des Bauhofs in Aschau sofort mit einem Restwert ausgetauscht werden oder weiterhin den Dienst im Ortsteil Sachrang verrichten solle. Die Gemeinderäte diskutierten über die Möglichkeiten eines Neukaufs, die Erledigung der Schneeräumarbeiten durch das Bauhofpersonal, die Vergabe des Winterdienstes an einen externen Dienstleister und die Reparatur des Fahrzeugs. Gerhard Reiter (ZfA) wies darauf hin, dass ein neues Fahrzeug mehr koste, als man derzeit ausgeben wolle. Er plädierte dafür, die Arbeiten an einen privaten örtlichen Dienstleister zu vergeben. Wenn man den gemeindlichen Winterdienst weiterführen wolle, sei der Kauf eines großen Bulldogs einem Unimog vorzuziehen, da die Kosten nur halb so hoch seien. Sepp Hobelsberger (FW) schloss sich dem an. Christine Parigger (ZfA) aus Sachrang widersprach dieser Auffassung, da der gemeindliche Winterdienst bisher stets hervorragende Arbeit geleistet habe. Die beim Sachranger Räumdienst eingesetzten Mitarbeiter des Bauhofs wohnten in Sachrang und seien ortskundig.
Sie wechselten sich in der Aufgabe ab, als „Schnee-Spähdienst“ täglich um drei Uhr morgens nachzuschauen und dann sofort mit dem Räumdienst zu beginnen und wüssten genau, wie sie den Sachranger Schneemengen am besten beikommen können. Den Kauf eines Traktors lehnte sie ab, da ein Unimog das ganze Jahr über effizienter eingesetzt werden könne. Ebenso ablehnend stand sie der externen Vergabe gegenüber: „Wer räumt denn, wenn der Schneepflugfahrer oder sein Gerät ausfällt?“ Bauhofleiter Rudi Angermaier schloss sich dem an. Ein Unimog sei ein ganzjährig verwendbares Gerät, das vor allem für die Pflege der Wanderwege im Sommer auch Kies und anderes Material mitführen könne. Der Zweite Bürgermeister Michael Andrelang (CSU) gab zu bedenken, dass die Gemeinde bis zum Beginn der Wintersaison „auf keinen Fall mehr ein Ersatzfahrzeug bekommen“ könne und der vorhandene Unimog wieder einsatzbereit gemacht werden müsse. Eine eventuelle Ersatzbeschaffung müsse frühzeitig beschlossen werden, ein schneller Kauf sei nicht möglich. Die Dritte Bürgermeisterin Monika Schmid (FWG) lehnte eine externe Vergabe ab, die Gemeinde müsse auf die Beschäftigung ihres eigenen Personals schauen. Bürgermeister Simon Frank (ZfA) fasste zusammen, dass sich das Gremium in seiner Mehrheit gegen eine externe Vergabe und für die Beibehaltung des gemeindlichen Winterdienstes ausgesprochen habe. Der Unimog solle weiter im Sommer und im Winter Verwendung finden. Ohne Gegenstimme schloss sich dem der Gemeinderat an.reh