Leserforum

Lieber „Renten“- als Genehmigungsbescheid

von Redaktion

Zu „Klage gegen die Kampenwandseilbahn“ (Lokalteil):

Den Klägern gegen die Modernisierung der mittlerweile 65-jährigen Kampenwandbahn wäre vermutlich lieber ein „Rentenbescheid“ als der Bewilligungsbescheid des Landratsamtes Rosenheim gewesen. Immerhin gut zwei Dutzend Fachbehörden haben sich im Vorfeld der Entscheidung intensiv mit dem Vorhaben befasst, Vor- und Nachteile abgewogen und ihre Stellungnahmen und Auflagen einarbeiten lassen. Ich verstehe deshalb nicht, dass man in unserer Demokratie diese Fachkompetenz immer häufiger in Frage stellt und vor Gericht zieht. Nach über sechs Jahrzehnten ist es wirklich Zeit für eine Modernisierung dieser bewährten Tourismuseinrichtung. Sind wir froh, dass die Familie Zbil in dritter Generation in der Lage ist zu investieren, und sie wird sicher wie bisher alle geforderten Auflagen erfüllen. Ja, und ein Unternehmer sollte heutzutage noch Gewinn erwirtschaften dürfen! Dafür schafft er Arbeitsplätze im Ort, ermöglicht vielen Menschen – auch Alten, Behinderten, Kindern und allen, die es zu Fuß nicht bis hinauf schaffen – ein Bergerlebnis. So werden Touristenströme kanalisiert und dadurch schützenswerte Regionen links und rechts der erschlossenen Routen geschont. Die Kampenwandbahn hat sich um den Tourismus in Aschau und in der Region Chiemsee-Alpenland volkswirtschaftlich verdient gemacht. Ich bin davon überzeugt, dass die Mehrheit der einheimischen Bevölkerung das genau so sieht.

Wolfgang Bude senior

Aschau

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