Kiefersfelden – Ganz sicher nicht leicht fiel es den Gemeinderäten, der Erhöhung der Gebühren für die Benutzung der Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde zuzustimmen. Elf Gemeinderäte waren an diesem Abend anwesend. Mit einer Gegenstimme aus den Reihen der SPD wurde nach kurzer Diskussion letztlich die Preisspirale nach oben in Bewegung gesetzt, also mit zehn Stimmen.
Ergebnis lag
schon auf dem Tisch
Schon eingangs der Sitzung hatte Bürgermeister Hajo Gruber (UW) bemerkt: „Es fällt uns immer schwer, dieses Thema anzugehen, denn es gibt nichts Wichtigeres als das Wohl unserer Kinder, das wir auch mit einer guten Betreuung in unseren Kindertageseinrichtungen steigern können.“ Die Beratungen über die Gebührenerhöhungen waren zuvor schon vom zuständigen Fachausschuss eingehend beraten worden und das Ergebnis lag nun auf dem Tisch der Räte. Florian Larcher von der Gemeindeverwaltung, zuständig für die Kindertageseinrichtungen, stellte die angedachten Erhöhungen im Einzelnen vor, wobei er auch die Notwendigkeit streifte, die durch die tariflichen Vereinbarungen mit den neuen Zulagen, einer Erhöhung von zwei Urlaubstagen und letztlich auch durch die Inflation entstanden war. Allerdings stellte er auch klar, dass trotz der beschlossenen Gebührenanhebungen die Gemeinde im Vergleich mit den Nachbargemeinden des Inntals zumeist noch unter dem Mittel liegt. Insgesamt beträgt die Gebührenanhebung für die Kinder in den Krippen knapp 7,5 Prozent und die in den Kindergärten 18,6 Prozent. Unberührt bleiben dabei die gewährten Zuschüsse sowie die gesamte Übernahme der Gebühren bei einkommensschwachen Familien vom Träger der öffentlichen Familienhilfe. Die dadurch zu erwartenden Mehreinnahmen für die Gemeinde betragen insgesamt 71388 Euro.
Mittagsbetreuung
ist auch betroffen
Eine weitere Kostenerhöhung fällt sowohl für die Kindergarten- als auch für die Schulkinderbetreuung bei der Mittagsverpflegung an. In der Kinderkrippe „Kleiner Drache“ beträgt danach die monatliche Gebühr für eine drei- bis vierstündige Betreuung 228 Euro pro Monat und bei über neunstündiger Betreuung 366 Euro. In den Kindergärten St. Martin, St. Barbara und St. Peter werden 129 Euro beziehungsweise 198 Euro fällig. Letztlich steigen die Gebühren im Kinderhort für die Schulkindbetreuung von eingangs 129 Euro auf bis zu 198 Euro bei Buchung von neun Stunden. Insgesamt, so der Bürgermeister, habe man allein 2021 für die Kinderbetreuung 1,2 Millionen Euro ausgegeben.