Eggstätt – Architekt Bernd Püschel von der Püschel Architektengesellschaft mbH präsentierte dem Eggstätter Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung den aktuellen Entwurf für die neue Kindertagesstätte am Mühlenweg.
Aufzug für
Barrierefreiheit
Wie mehrfach berichtet, soll hier aufgrund des gestiegenen Bedarfs der neue gemeindliche Kindergarten entstehen. Nachdem der Gemeinderat bislang immer in nichtöffentlicher Sitzung über den Neubau diskutiert hatte, wurde nun der Entwurf der Öffentlichkeit vorgestellt. Püschel ging zuerst auf das Äußere ein. So soll das 35 Meter lange und 17,25 Meter breite Gebäude mit Holz verkleidet werden und ein Satteldach erhalten.
Auf der Südseite kommt Fotovoltaik aufs Dach. Zwei Kindergarten-Gruppen werden im Obergeschoss und zwei Kinderkrippen-Gruppen im Erdgeschoss unterkommen. Küche, Speiseraum sowie ein großzügiger Mehrzweckraum, ausreichend Fensterfläche sowie ein überdachter Spielbereich sind im Entwurf zu finden, für Barrierefreiheit sorgt ein Aufzug. Vieles aus dem Bestand an Außenanlagen bleibt erhalten, die Nest- und Doppelschaukel beispielsweise oder der Sandkasten, aber auch der Obstbaum-Bestand an der östlichen Grundstücksgrenze. Eine Kostenschätzung Anfang Juni habe sich auf weit über 5,8 Millionen Euro belaufen. Deshalb habe man, schob Bürgermeister Christian Glas (FBE) hier ein, alle Beteiligten gebeten, Einsparmöglichkeiten zu bedenken. Architekt Püschel listete einige dieser Maßnahmen auf, wie beispielsweise Linoleum statt Parkett (25000 Euro), das Weglassen der mobilen Trennwandsysteme (55000 Euro) oder der Sonnenschutz nur an den vier Hauptfenstern im Süden (ohne Vordach und Balkon, 90000 Euro). Insgesamt habe man über 520000 Euro netto einsparen können, sagte Püschel. Der aktuell vorliegende Entwurf schlage nun mit knapp fünf Millionen Euro zu Buche. Die förderfähigen Flächen belaufen sich auf 558 Quadratmeter nach aktueller Planung, der förderfähige Satz macht dabei 5636 Euro pro Quadratmeter aus.
Daraus ergibt sich eine förderfähige Summe von 3,144 Millionen Euro. Da aber nur rund 53 Prozent je nach Anerkennung und Bewertung aus dieser Summe gefördert werden, belaufe sich der maximale Fördersatz damit brutto auf 1,667 Millionen Euro, rechnete Architekt Püschel vor.
Drei Millionen Euro
sind Gemeindeanteil
Nach Abzug der voraussichtlichen Fördersumme von circa 1,7 Millionen Euro verbleiben der Gemeinde Eggstätt Kosten in Höhe von circa 3,323 Millionen Euro ohne Straßenbau. Bürgermeister Glas erläuterte, dass die Gemeinde für den Neubau die kleine Stichstraße Schwester-Emerentia-Weg zur Einbahnstraße um- und ausbauen wolle. Derzeit liefen hier noch die Planungen, so Glas abschließend. Für die Präsentation war kein formeller Beschluss vonnöten.