Zu „Wasserstoff in der Region“ (im Lokalteil):
Wozu noch eine Studie zur Nutzung von Wasserstoff für die Mobilität im Transportwesen? Um Wasserstoff ist es in den vergangenen Monaten recht still geworden und dafür gibt es auch eine Erklärung. Der Aufbau des Tankstellennetzes ist zum Erliegen gekommen, denn die Zapfstellen sind extrem kostspielig.
Akzeptiert wird sowieso nur grüner Wasserstoff und der wird ausschließlich aus Strom gewonnen. Über die gesamte Prozesskette bis er wieder in einer Brennstoffzelle in einem E-Fahrzeug landet, geht viel Energie verloren, sodass man mit der gleichen Energiemenge Strom nur etwa ein Drittel der Strecke zurücklegen kann als ein reines E-Fahrzeug mit Akku, in den der Strom direkt eingeladen werden kann.
Noch schlechter sieht die Bilanz bei der Herstellung von E-Fuels aus Wasserstoff aus, denn da geht von der Ursprungsenergie Strom 88 Prozent verloren. Die großen Lkw-Hersteller Skania, Daimler, MAN usw. setzen alle auf die Akkutechnologie bei ihren zukünftigen Transportfahrzeugen. Alle Fakten sind durch vielfältige Studien und Feldversuche längst bekannt.
Wozu also noch weitere Studien?
Die Interessengruppe Wasserstoff kann gerne weitere Studien erarbeiten lassen, aber dann bitte auf eigene Kosten. Dafür öffentliche Gelder zu verbrennen ist nicht zu verantworten.
Herbert Sax
Großkarolinenfeld