Vergessene Opern zum Leben erwecken

von Redaktion

Verein „Erlesene Oper“ will Künstler aus der Region fördern

Halfing – Auf der Jahresversammlung des Vereins „Erlesene Oper“ zog der Vorsitzende und künstlerische Leiter Georg Hermansdorfer Bilanz der Aufführungen der vergangenen eineinhalb Jahre. Statt zehnmal wurde die Oper am Klavier „Scherz, List und Rache“ von Goethe mit Musik von Max Bruch nur viermal aufgeführt. Dabei waren die Besucherzahlen, trotz der begeisterten Resonanz, gering. Auch das Konzert zum zehnjährigen Jubiläum im Rosenheimer KuKo war nur schwach besucht, was typisch für Veranstaltungen in der Corona-Hochphase war.

Stück fiel wegen
Lockdown aus

Dennoch sieht der Verein hoffnungsvoll in die Zukunft und plant im November die Wiederholung des Beethoven-Opernkonzertes, sucht nach Veranstaltern für die Oper am Klavier und plant im März die Wiederaufnahme der Auber-Oper „Dem Schelm die Hälfte“, die im März 2020 nach nur einer Aufführung dem Lockdown zum Opfer fiel. Bei entsprechender Unterstützung durch Sponsoren soll die kostenlose Kinderaufführung für die Schulen in Stadt und Landkreis wieder stattfinden. Nach dem Verlesen des Kassenberichts und dem Bericht der Revisoren wurden der Schatzmeister sowie der Vorstand entlastet. Zum Abschluss hatte Vorsitzender Georg Hermansdorfer noch einen Wunsch für die Zukunft: ein störungsfreies Schaffen.

Der Verein

Der Verein „erlesene oper e.v.“ wurde 2011 in Halfing gegründet und hat das Ziel, unbekannte oder vergessene Opern wieder zum Leben zu erwecken. Viele Opern und Singspiele sind heute zu Unrecht vergessen oder wurden seit der Entstehungszeit nicht mehr gespielt. Das Aufführungsmaterial muss oft „detektivisch“ gesucht oder aus Handschriften „erlesen“ werden – daher auch der doppeldeutige Name des Vereins. Ziel des Vereins ist es auch, Opern vorwiegend mit Künstlern aus dem Raum Rosenheim und den benachbarten Landkreisen zu verwirklichen.Quelle: „Erlesene Oper“

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