Eggstätt – „Gott weiß, was er mit mir vorhat, ich brauche mich darum nicht zu sorgen“, nach diesem Zitat von Edith Stein lebte die fast 90 jährige Johanna Rudolph.
Die gelernte Krankenschwester lebte nicht nur seit 30 Jahren in Eggstätt, sie beteiligte sich auch am kirchlichen Leben der Pfarrei, sie war im Pfarrgemeinderat, in der Seniorenbetreuung, beim Besuchsdienst und in der christlichen Frauenbewegung aktiv. Schwer zu schaffen machte der fünffachen Mutter der Tod von Ehemann Alfons, kurz nach dem Umzug nach Eggstätt und der plötzliche Unfalltod ihres jüngsten Sohnes 2017. Johannas großes Interesse galt den Kirchen und der Kunst. Mit ihrem Mann unternahm sie viele Bildungsreisen. Auch ihren Bruder Gotthard, der als Pater in Sambia tätig war, besuchte sie öfters.
In den vergangenen Jahren verlor sie immer mehr ihr Augenlicht bis zur Erblindung. Umso dankbarer war sie, dank guter Betreuung bis zum Ende ihres Lebens im geliebten Haus bleiben zu können.
Die Kinder beschreiben die Mutter als großherzig, offen und erfüllt mit Gottvertrauen und Dankbarkeit.