Rott – Die bisherige Jugendarbeit der Gemeinde Rott kam mit den Corona-Maßnahmen ins Stocken. Die Jugendlichen konnten nicht mehr in den Jugendraum im Keller. Seit dem 1. Juni hat nun Sozialpädagoge Felix Kluge von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die offene Jugendarbeit in Rott übernommen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte er sein Konzept für den Jugendraum dem Gemeinderat vor.
Freiwillig und niederschwellig
Die Ziele jeder Jugendarbeit ergeben sich aus dem achten Sozialgesetzbuch. Das sind die Förderung der Persönlichkeit, das Vermitteln sozialer Kompetenzen und Verringerung von Benachteiligungen. Es soll zur Teilhabe ermutigt werden.
In Summe geht es um die Schaffung von positiven Lebensbedingungen. Für Felix Kluge ist die Offenheit, Freiwilligkeit und Niederschwelligkeit wichtig. Er will offen und ehrlich auf alle zugehen. Alle Jugendliche kämen freiwillig, ihre Mitwirkung sei gewünscht und jeder, der neu hinzukomme sei ohne Hürden willkommen. Der Rotter Jugendraum ist im Gewölbekeller unter dem Rathaus untergebracht. Er wird direkt vom Parkplatz aus betreten.
In den Jugendräumen gibt es einige Beschäftigungsmöglichkeiten für die jungen Leute: Dart und Airhockey, ein Musiksofa sowie ein Regal mit vielen Büchern und Spielen stehen für Interessierte bereit. Es gibt Computer mit freiem WLAN, diverse Bastelsachen und eine funktionsfähige Küche.
Freiluftspiele können ausgeliehen werden. Außerdem gibt es einen Kicker, eine Tischtennisplatte und einen Billardtisch. Eine Playstation und eine Musikanlage stehen ebenfalls bereit.
Der Jugendraum ist an drei Tagen in der Woche geöffnet. Dienstag von 13 bis 18 Uhr, Donnerstag von 16 bis 20 Uhr und Freitag von 15 bis 20 Uhr. Zusätzlich bietet Felix Kluge eine Sprechstunde am Donnerstag von 15 bis 16 Uhr.
Seit der Wiederöffnung des Jugendraums im Juni konnte er eine Steigerung der jugendlichen Besucher feststellen. Waren es im Juni noch durchschnittlich 5,6 pro Tag, hat es sich im Juli bereits auf 12,4 mehr als verdoppelt. Das Alter liegt zwischen zwölf und 17 Jahren.
Räume
neu gestalten
Getragen wird die offene Jugendarbeit zu zwei Dritteln von der Gemeinde, ein Drittel trägt der Landkreis. Felix Kluge hat viel vor: Er will die Jugendräume neu gestalten und plant ein Fußballturnier mit anderen Jugendraummannschaften. Selbstverständlich will Kluge auch auf die Wünsche der Jugendlichen eingehen und, wenn gewünscht, auch die Öffnungszeiten an die Bedürfnisse der jungen Leute anpassen.