Kiefersfelden – Obwohl sich ein afghanischer Businsasse bei der Kontrolle auf der A93 ausweisen konnte und dafür sorgte, dass eine gegen ihn verhängte 80-tägige Ersatzfreiheitsstrafe durch Zahlung seiner Justizschulden abgewendet werden konnte, verweigerte ihm die Polizei vergangenen Donnerstag die Einreise.
Bei Grenzkontrollen nahe Kiefersfelden hatten Polizisten festgestellt, dass der 30-Jährige mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Demnach war er Anfang 2020 vom Amtsgericht in Kaufbeuren wegen illegalen Aufenthalts in Deutschland zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 900 Euro einschließlich Verfahrenskosten verurteilt worden. Diese Summe war er der Justizkasse jedoch schuldig geblieben.
Auch bei der jetzigen Kontrolle auf der Inntalautobahn konnte der in Südtirol gemeldete Mann, der nur 40 Euro dabei hatte, die Strafe nicht begleichen. Ein telefonisch verständigter Verwandter half ihm aus der Misere und zahlte den geforderten Betrag bei der Bundespolizei in Passau ein. Somit blieb dem afghanischen Staatsangehörigen der Gang ins Gefängnis erspart.
Da er allerdings nicht ausreichend Geld für den Aufenthalt in Deutschland bei sich hatte, wurde ihm nach EU-Recht die Einreise verwehrt.