Probleme mit der Postzustellung

von Redaktion

Urlaubszeit und Krankenstand führen zu Personalmangel in Stephanskirchen

Stephanskirchen – Ein Geschenk, das erst nach dem Geburtstag per Post zugestellt wird, oder gar ein dringendes Rezept, dass erst verspätet eintrudelt. In Stephanskirchen hat die Deutsche Post derzeit immer wieder Probleme mit der Zustellung von Briefen und Paketen. Es ist bereits das zweite Mal in einem Monat, dass sich Leser bei den OVB-Heimatzeitungen melden und fragen: „Wo bleibt meine Post?“

Bereits die
zweite Beschwerde

Bereits Ende Juli meldete die Deutsche Post Zustellschwierigkeiten an der Vogtareuther Straße, in Entleiten und Höhensteig. Diesmal kommt es zu Verzögerungen im Bereich Haidholzen. „Es ist richtig, dass die Zustellung in der Gemeinde Stephanskirchen nicht in der Qualität erfolgte, wie es unsere Kundinnen und Kunden gewohnt sind“, sagt Sonja Radojicic, Pressesprecherin der Deutschen Post. Aber die Post arbeite daran, die entstanden Verzögerungen auf ein Minimum zu reduzieren. Rückstände seien bereits aufgearbeitet worden, so Radojicic.

Gleich drei Ursachen werden als Grund für die verzögerte Zustellung angegeben. „Die bestehenden Herausforderungen sind zum einen noch durch einen hohen Krankenstand aufgrund der Corona-Sommerwelle getrieben, hinzu kommt aber auch die Abwesenheit von vielen Kolleginnen und Kollegen in der momentanen Ferienzeit im Süden, die wir aufgrund des aktuellen Arbeitskräftemangels – insbesondere in einer der führenden Wirtschaftsregionen Deutschlands – nicht so einfach auffangen können“, erklärt die Pressesprecherin.

Die Deutsche Post ist nicht das einzige Unternehmen, dass derzeit aufgrund von Krankheitsfällen und Urlaubszeit Probleme mit seinem Service hat. Selbst die Bayerische Regionalbahn (BRB) kündigte bis zum 8. September Zugausfälle in der Region an (wir berichteten).

Radojicic versucht deswegen, die Verzögerungen in der Postzustellung zu relativieren. „Betonen möchten wir an dieser Stelle aber auch, dass wir im Vergleich zu anderen Branchen, die ihre Dienstleistungen zum Teil massiv einschränken und den Service für ihre Kunden zum Teil ganz streichen müssen, bundesweit weiterhin eine flächendeckende Versorgung mit Briefen und Pakete uneingeschränkt sicherstellen“, erklärt der Post-Sprecher.

Radojicic entschuldigt sich bei den Kunden der Deutschen Post. „Wir nehmen jede einzelne Beschwerde unserer Kunden ernst und sind immer bereit, den konkreten Fällen nachzugehen.“

Kollegen aus anderen
Bereichen helfen aus

Eine positive Nachricht hat die Pressesprecherin: Die Infektionszahlen in den Betriebsstätten der Post seien derzeit am abflachen und die Gebiete, in denen es, wie in Stephanskirchen, zu Engpässen käme, werden von Kollegen aus anderen Bereichen unterstützt.

Zudem nutzt Radojicic die Gelegenheit, um gleich Werbung für die Deutsche Post als Arbeitgeber zu machen.

Wenn Brief oder Paket nicht ankommt

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